• Den Präsident von Tansania sehe ich jetzt nicht als wissenschaftliche Koryphäe auf dem Gebiet an, und ziehe seine Anekdote daher bei meinen Betrachtungen eher nur als genau das zu rate: Als lustige Anekdote. ;)

    We are Microsoft of Borg. Assimilation is imminent. Resistance is... Error in Borg.dll. Press OK to abort.

  • So war mein Posting auch gedacht.


    Es gibt noch eine Variante, die kaum Beachtung bekommt: Das Virus ist nicht auf den Menschen angepasst und führt somit u.U. zum Tod des Wirts. Das ist für das Virus aber glatter Selbstmord. Es könnte also auch sein, daß in ein paar Virengenerationen die Sterblichkeit abnimmt und somit wirklich nur noch eine Erkältung übrig bleibt.

    Ja, es ist unwahrscheinlich, aber möglich. Es gibt ja einige Viren, die sich dem Menschen angepasst haben.

    „Ich bin nicht nachtragend, aber ich vergesse nichts.“

  • Ja, das geht ja in die Richtung dieser "Killervirus"-Diskussion vor ein paar Seiten.

    Ein Virus mit sehr hoher (und schneller) Sterblichkeitsrate wird kaum eine weltweit Pandemie auslösen, weil er einfach zu wenig Zeit hat sich pandemisch zu verbreiten.

    Das jetzige Virus hat aber ja schon die pandemischen Ausmaße angenommen. Es gibt also keinen "Grund", dass die Sterblichkeit abnehmen sollte. (Grund im Sinne von "mathematische Wahrscheinlichkeit, sich gut zu verbreiten").


    Als ZUSÄTZLICHE Varianten könnten harmlosere Mutationen wohl auftauchen...

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  • CryptonNite:

    Mich wundert die mediale Präsenz über die erneute Ansteckung auch etwas. Von ersten derartigen Fällen wurde schon vor Monaten berichtet, in Erinnerung blieb mir eine Reiseleiterin aus Südkorea. Vielleicht war man sich "damals" aber auch ganz einfach noch nicht so sicher diesbezüglich. Dazu gabs bei welt.de direkt nen Artikel das dieser Umstand die Impfstoffentwicklung nicht beeinflussen würde. Ich bin kein Mediziner oder Pharmakologe, aber die Aussage verwundert mich schon etwas. Wenn man sich erneut anstecken kann, kann eine Impfung schlicht nicht mehr zu 100% schützen (ähnlich der Grippe).


    Ein interessanter Beitrag zu den Ansteckungen:

    https://www.tagesschau.de/inla…die-ansteckungen-101.html


    Was ich persönlich in diesem Zusammenhang vermisse, ist die absolut nahe liegende Diskussion darum wie man künftig vernünftig damit umgehen sollte. Der momentane Status ist, das man in vielen europäischen Ländern (hier ist es mir zumindest durch Arbeitskontakte bekannt) vermehrt testet. Dadurch werden mehr Infizierte gefunden. Absolut logisch. Gleichzeitig bleibt die Hospitalisierungsrate weitestgehend konstant. Auch das hier eine Mutation zum für uns positiven (weil offenbar weniger tödlich), nicht unwahrscheinlich ist, habe ich nun schon mehrmals gelesen. Statt diesen Gedanken sinnvoller Weise aufzugreifen und zu überlegen wie es effektiv (und das Wort sollte tatsächlich Programm sein) weiter geht, ist man hier in Deutschland aber eher damit beschäftigt die Maßnahmen weiterhin zu verteidigen oder nach belieben zu erweitern. Den größten "Schenkelklopfer" in diesem Zusammenhang habe ich neulich aus München gelesen: Alkoholverkaufsverbot ab 23:00 Uhr. Das soll genau was bringen? Ernsthaft, hier zweifle ich am Geisteszustand der verantwortlichen Politiker. Dann deckt man sich eben vorher entsprechend ein. Diese Variante ist aber wohl zu offensichtlich. Oder ist das Virus erst ab 23:00 Uhr ansteckend? Populismus par excellence.


    Chosen_One hat bezüglich der Ansteckungen einen ebenfalls interessanten Einblick gegeben. Im Großraum Berlin arbeiten bei meinem Arbeitsgeber ca. 750 Menschen. Bekannte Ansteckungen: drei. Und wir haben keine besonders extremen Anti-Coronamaßnahmen. Die Dunkelziffer dürfte erheblich höher liegen.

  • Chosen_One hat bezüglich der Ansteckungen einen ebenfalls interessanten Einblick gegeben. Im Großraum Berlin arbeiten bei meinem Arbeitsgeber ca. 750 Menschen. Bekannte Ansteckungen: drei. Und wir haben keine besonders extremen Anti-Coronamaßnahmen. Die Dunkelziffer dürfte erheblich höher liegen.

    Wir sind full monty gegangen.


    Innerhalb eines Tages 50% der Belegschaft ins Home Office. Im Grunde jede/r, der/die konnte bleib zu Hause.

    Dazu diverse Strategien, um die Einsatzfähigkeit unserer Infrastrukturen zu gewährleisten, inkl. Möglichkeit Personen an wichtigen Standorten zu kasernieren, die also defacto über mehrere Wochen in der Firma zu belassen. Die Feldbetten standen schon bereit.


    Wir fahren seit Juli wieder etwas hoch, die Büros sind meines Wissens aber weiterhin nur zu 1/4 oder 1/3 belegbar. Dazu Aufteilung der wichtigsten Gruppen und Teams in Rot und Blau, ohne Überschneidungen, damit wir zur Not eine Farbe in Quarantäne schicken können.


    Und sollte es wieder losgehen, gehen wir wieder full monty.

  • Das Thema HO hat sich bei uns derzeit komplett erledigt, außer für Leute die wirklich zur Risikogruppe gehören.

    Produktion war ohnehin bei uns vor Ort (inkl. Kurzarbeit wegen der wirtschaftlichen Folgen). HO für alle wird es denke ich auch nicht mehr so schnell geben, Grund war das die Produktivität wohl von "naja" auf "nicht mehr messbar" gefallen ist. Ich selbst habs ne ganze Woche probiert. War komplette Scheisse, auch weil ich halt noch viel Papierkram um die Ohren hab ohne den es einfach nicht geht.

    Für mich persönlich muss ich auch ehrlich zugeben: Die Produktivität leidet und zwar nicht zu knapp.

    Derzeit werden wohl Modelle erarbeitet wie es bei einem erneuten "auf Null fahren" evtl. besser laufen könnte. Wichtig wäre hier wohl vor allem ein Notfallkonzept für "vor Ort" zu entwickeln, denn dort muss zwingend das Büro besetzt sein.

    Da ich nebenbei noch LKW gefahren bin (Supermärkte beliefern), kann ich wohl sagen: Je nach Branche klappts mal besser mal schlechter. Unsere Disponenten saßen da statt im Büro daheim (Paradebeispiel für nen Drehstuhlakrobaten, nur Internet und Handy sind wichtig). Da ich selbst aus dem Job in der Dispo komme, kann ich nur sagen: Ich wollte nicht mit denen tauschen. Ist ohnehin schon sehr nervenaufreibend, aber im generellen HO gibt es sowas wie Feierabend quasi gar nicht. Gleichzeitig ist das Transportvolumen und damit die Probleme noch massiv gestiegen...Wahnsinn.

    Bin während der "Hochzeit" zwei verschiedene SZM gefahren, dort gab es ne Flasche mit Desinfektionsmittel fürs Lenkrad und das wars. Wobei man ohnehin sagen muss: Trucker sind mit ihrem Wohnzimmer auf Rädern sehr eigen (wäre ich wohl auch). Sauberkeit geht in der Kabine meist vor. Bei den gängigen Ketten arbeitet ohnehin nur ein Minimum an Personal im Lager, der "Chef" saß da auch vor Corona missmutig in nem Container, hat die Papiere rüber gelangt und dir gesagt wo und was du laden sollst, wobei ich auch häufig bereits vorgeladene Auflieger übernommen habe.


    Mein Anhang war übrigens die komplette Zeit "monty", für 60%. Als wieder irgendwas (Notbetreuung) ging, musste sie sich, zwecks Stiftung, sich selbst um nen privaten Test kümmern. Ne Kollegin von mir hatte da ne Freundin an der Hand, die den Test dann für sie halbwegs problemlos realisiert hat. Kostenpunkt 90€. Somit war ich zumindest auch Coronafrei. So oft wie ich die Frau in den Arm nehmen musste...eine Ansteckung hätte da definitiv stattgefunden.

  • Wir haben nach wie vor nahezu 100% Home Office. Unsere Firma ist sehr sehr vorsichtig und zwingt keinen ihrer Mitarbeiter ins Büro, was ich sehr begrüße. "Sollte es wieder losgehen" finde ich halt eine interessante Sichtweise. Es hat aus meiner Sicht nie aufgehört ;-)

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  • 100% Home Office über den gesamten Konzern ist nicht möglich bei uns.

    Bei uns kann meines Wissens jeder von zu Hause arbeiten der möchte und dessen Arbeit das auch zulässt. In den Büros gelten halt gewisse Regelungen hinsichtlich wer und v.a. wie viele gleichzeitig.

  • 100% schaffen wir hier auf der Uni auch nicht. Es gab immer eine "Kernmannschaft", die vort Ort bleiben oder zumindest öfters herkommen mußte. Aber das war ein kleiner Prozentsatz, also das stufe ich Mal nicht als Problem ein.


    Zum Feierabend: Das ist je nach persönlicher Situation wohl sehr, sehr anders, aber ich habe alles was ich gemacht habe (an Software für die Arbeit) in eine VM gekapselt. Meine private Telefonnummer habe ich nicht hergegeben, und werde ich auch künftig nicht. Das kann mir keine Dienstanweisung vorschreiben. Bei Dienstschluß VM Shutdown, Ende. Glücklicherweise ist bei mir einiges an Arbeit so geartet, daß man das auch am nächsten Tag noch angehen kann, wenn Mal was liegenbleibt. Oder man arbeitet einfach wirklich Mal 2 Stunden länger, ist ja ok. Nur die Zeit zeichnen wir genau auf, womit das zentral vermerkt ist. Die Überstunden muß ich mir dann also eh wieder zurückholen, zwangsweise schon, wegen Rücklagenabbau. Gleich wie beim Urlaub halt auch, wo ich im Lockdown "höflich angehalten" wurde, welchen zu nehmen. Dafür war ich aber sogar dankbar als es passiert ist.


    Edit: Noch was ist jetzt passiert, wovon ich gar nichts wußte, wahrscheinlich durch meine rigorose Presse-Enthaltsamkeit. Offenbar wurde ein "Konjunkturstärkungsgesetz" bei uns im Juni beschlossen, das einen Teil der Lohnsteuer von 25% auf 20% senkt, den sogenannten "Eingangssteuersatz". Kenne mich da zu wenig aus, aber der Clou ist wohl, daß das ganze rückwirkend für das gesamte Jahr 2020 geschehen soll, mit Aufrollung im September. Sprich: Man kann sich da im September eine steuerliche Finanzspritze holen. Oder es passiert genau genommen sogar automatisch, zumindest bei meinem Arbeitgeber.


    Ziel ist es wohl (laut Formulierung bei der Gesetzesvorlage), Wenigverdiener zu unterstützen. Scheinbar gibt es aber keine einkommensabhängige Staffelung, was ich ein wenig fragwürdig finde... oder ich verlese mich? Wobei, wenn einfach mehr Geld dadurch in die heimische Wirtschaft zurückfließt, paßt's eh.


    Auch die Umsatzsteuer wurde für bestimmte Sparten (speziell Kunst und Teilsparten der Presse wurden erwähnt) deutlich gesenkt, und es gibt ein neues Gesetz zur Förderung von Investitionen durch Firmen, das Investitionsprämiengesetz. Da wird jetzt also die Handkurbel angesetzt an die Wirtschaft. Mal schauen wie sich das auswirkt.

    1-6000-banner-88x31-jpg

    Stolzer Besitzer eines 3dfx Voodoo5 6000 AGP Prototypen:

    • 3dfx Voodoo5 6000 AGP HiNT Rev.A-3700 (defekt)

    [//wp.xin.at] - No RISC, no fun!

    QotY: Girls Love, BEST Love; 2018 - Lo and behold, for it is the third Coming; The third great Year of Yuri, citric as it may be! Edit: 2019 wasn't too bad either...

    Quote Bier.jpg@IRC 2020: "Je schlimmer der Fetisch, desto besser!"

    Edited 4 times, last by GrandAdmiralThrawn ().

  • Deutschland gut zum ersten Mal seit vier Monaten mehr als 2000 Neuinfektionen an einem Tag. Die zweite Welle ist wohl da.

    Und das war vorhersehbar.

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    Nun, da die Ferien fast vorbei sind, kann man wieder alles dicht machen, da man schön die Kohle durch die Touristen abgefasst hat. Der Kapitalismus hat wieder einmal gesiegt. Danke.

    Und wieder einmal zeigt sich, daß Kapitalismus das absolut abartigeste und widerlichste ist, daß sich ein Mensch jemals ausgedacht hat.

    „Ich bin nicht nachtragend, aber ich vergesse nichts.“

  • Jo, war abzusehen. Dann wird es wohl so laufen, dass die Demo startet, die Auflagen nicht eingehalten werden, und sie dann abgebrochen wird...

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  • In Berlin ist grad ne bessere Partystimmung als zur Hochzeit der Loveparade.

    Gerade brüllte einer vorm Adlon: "Änschelaaaaa, das Volk is daa!":topmodel:

    Ich warte eigentlich nur darauf, daß die Antifa anfängt, Steine und Flaschen zu schmeißen.


    Popcorn-Kino gefällig? https://www.youtube.com/watch?v=oFhuqRDoeXk


    Uii, jetzt kommen die Sekten-Spinner :D


    Noch'n Edit:

    Ich weiß, was RT für ein Sender ist. Die halten aber drauf.

    Ach ja... Die Nazis sind auch da, sieht man gut am Live-Chat.

  • Dass diese Maßnahmen stressen kann ich ja nachvollziehen, aber dass Sie so extrem ignoriert werden nicht. Ist krank werden und die Schei..e zu verbreiten jetzt "in" oder was. :mauer::mauer:

  • "Die Geister, die ich rief, werd' ich nun nicht los."

    Da sammeln sich alle Meinungen, von bescheuert links nach dämlich rechts.


    Mit Michael Jackson. "They don't care about us". Weisste bescheid.


    Da fehlen nur noch die "pro-russischen Separatisten".

  • Attila Hildmann verhaftet, Flaschenwürfe uns Gefangenenbefreiungen von Rechtsextremisten, ein versuchter Sturm des Bundestags durchs Rechtsextremisten.

    40000 Demonstranten. Was für ein trauriger Tag.

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  • Hildmann ist ein Dummschwätzer. Hat zu viele Pflanzen gefressen. Sein Gebrabbel von NWO war einfach nur dumm. Richtig so, den zu entfernen.

    Es gab aber einige Redner, die Recht haben. Das muss man sagen.

    Ich warte eigentlich nur noch auf den Fackelmarsch der Nazis.


    Den Reichstag zu stürmen war mehr als eine deutliche Wacht ansagen.

    „Ich bin nicht nachtragend, aber ich vergesse nichts.“

    Edited 2 times, last by CryptonNite: ergänzt ().