Bau eines Rechners - von Grund auf

  • In letzter Zeit habe ich mich recht intensiv mit Mikroprozessoren beschäftigt.

    Ich kenne jetzt die Funktionsweise der klassischen CPUs Z80 und 6502 recht gut.


    Geplant über den kommenden Winter ist der Bau eines Computers, der möglichst langsam und anschaulich arbeitet. Die beiden genannten CPUs lassen sich mit wenigen Hertz betreiben und sollten somit ideal dafür sein.

    Dazu muss ein EEPROM (oder auch ein EPROM mit Sichtfenster) mit Assemblercode gefüttert werden. Als Ausgabeeinheit werde ich ein LC-Display verwenden. Die haben ne standardisierte Schnittstelle.

    Als "Turbotakt" soll der Computer mit 1 MHz betrieben werden können.


    Ähnlich zum Uhrenprojekt werde ich hier immer wieder posten und den aktuellen Stand mitteilen.

    „Ich bin nicht nachtragend, aber ich vergesse nichts.“

  • Cool, das klingt sehr interessant! :)

    Ich habe früher gerne Bücher über die Anfangszeiten der Computertechnik gelesen und daher verfolge ich Dein Projekt gerne. :)


    Könnte dann auch so etwas wie Basic darauf laufen?

  • BASIC?

    Ich denke eher nicht. Mit nem 4x20 Display macht das auch keinen Spaß. Die Programmierung wird rein in Assembler sein, oder, wenn möglich, in C. C ist die einzige Hochsprache, die ich einigermaßen beherrsche.


    Assembler ist viel einfacher, wenn man ne Befehlsliste hat und rein auf elektronischer Ebene denkt. Lade ich z.B. in PORTB die Folge 0x55, so habe ich ein schönes Muster an den Ausgängen (1010101, glaube ich).


    Primäres Ziel ist es, eine Textausgabe auf dem Display zu erzeugen, ein "Hello, world"-Programm sozusagen. Der Rest kommt später.

    Ich habe mir auch diverse Videos im Netz dazu angesehen.


    Ich habe 64 KB SRAM und nen 128 KB EEPROM für die Software. Das sollte genügen. Speichermedien brauche ich nicht. Das kann irgendwann mal in der fernen Zukunft dazukommen.

    Ein minimalistisches Lernsystem ist eher das, was ich mir vorstelle.

    „Ich bin nicht nachtragend, aber ich vergesse nichts.“

  • Nö.

    Ich werde auf meinem normalen Rechner die Software schreiben, übersetzen, aufs EEPROM brennen und dann auf dem kleinen Ding laufen lassen.

    Das heißt, ich kann möglicherweise auf C zurückgreifen, wenn ich einen passenden Compiler dazu finde. Das ist aber nur nebensächlich. Im Grund gehts eher ums verstehen der Rechentechnik.

    „Ich bin nicht nachtragend, aber ich vergesse nichts.“