• Der Akku funktioniert noch, aber die Kapazität lässt erheblich nach. Dieses Problem haben alle Batterien, weil es physikalisch bedingt ist. Außerdem ist gerade im Winter der Stromverbrauch erheblich höher, weil man mit Licht fährt und wahrscheinlich auch den Innenraum heizt. Das belastet den Akku deutlich mehr, denn der ist bei solchen Fahrzeugen nun mal die einzige Energiequelle.

    Elektrowärme ist sowieso Energieverschwendung.

  • Weil es in Skandinavien auch weniger Autos gibt und die Straßen es auch nicht hergeben. Man sollte eben nicht irgendwo stehenbleiben, wenn es direkt nen Meter weiter 200m tief nach unten geht.

    In Norwegen ist z.B. ein Stau von 15km Länge eine Titelseite in der Tageszeitung und einer Reportage im Fernsehen wert.

    Volvo? Wenn du wüsstest...

    „Ich bin nicht nachtragend, aber ich vergesse nichts.“

  • Was ich generell schizophren finde: Ausnahmslos JEDES E-Auto in dem ich jetzt gesessen habe (darunter BMW, Ford, VW) war bis unter die Halskrause vollgestopft mit Elektronik. Ich baue doch auch keinen Flammenwerfer an einen Verbrenner, nur weil es bei der Fahrt geil aussieht, wenn mein Treibstoff formschön neben meinem Auto als Feuerstrahl herfliegt :rolleyes:


    Besonders schlimm wars im BMW. Gefühlt war das ganze Auto ein einziges Display und man musste mit Sonnenbrille da reingehen.

    Da sieht man wieder, dass das ganze nicht mit Ernsthaftigkeit angegangen wird. Man muss also beim Einsteigen an den besonders vielen elektrischen Komponenten erkennen, dass das ein E-Auto ist. Granatenkonzept. Da könnte man sicher den ein oder anderen Kilometer einsparen ohne den Firlefanz.

  • Das ist aber eher ein Problem ALLER Automobile heutzutage als nur der eAutos. Die werden so vollgestopft mit Technik...

    Aber ja, bei eAutos macht man das aus Marketinggründen wohl auch. Uns hat mal ein Verkäufer erzählt, dass beim Renault Zoe auch diese bläulichen Positionslichter aus diesem Grund gebaut wurden. Strom ist blau. :bonk:


    Edit: Aber einsparen kannst Du damit mutmaßlich nahezu null. Die ganze Boardelektronik wird aus der Pufferbatterie gespeist. Ja, auch die will geladen werden, ich will damit nur verdeutlichen, wie extrem gering der Anteil ist. (Pufferbatterie: 36Ah => 0,4320 KWh. Antriebsbatterie Zoe: 42KWh. Also reden wir von 1%. Und das unter der Annahme, dass die komplette Batteriekapazität verbraucht werden würde)

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  • Strom ist nicht blau, sondern gelb!:adsh::spitze:


    Das stimmt allerdings.

    Überall Monitore und alberner Klimbim, den man eigentlich nicht braucht. Dieser Trend ist aber auch bei normalen Fahrzeugen zu beobachten.

    Scheinbar muss das heute so sein.


    Was ich mich auch frage: Kann man ein Elektroauto auch ohne Elektronik steuern, also wenn die z.B. ausfällt? Ich meine damit keine Notfallprogramme für nen ausgefallenen Blinker, sondern ein direktes Versagen der Elektronik. Zumindest müsete das Bremssystem funktionieren.

    „Ich bin nicht nachtragend, aber ich vergesse nichts.“

  • Steigst du in aktuelle Verbrenner, die nicht zur Holzklasse gehören, sieht das leider genauso aus.

    Der Kunde wünscht Komfort und Einstellbarkeiten und diesen ganzen Firlefanz. Das ist modern.


    Ich habe auf der Arbeit lange einen Mitsubishi i-miev gefahren. Da hast du astreines Dacia-Feeling. Und unser Opem Ampera-E ist im Vergleich zu einem aktuellen Mittelklassewagen auch nicht krass ausgerüstet, was Displays angeht.

    Schaust du dir aber die großen Elektroautos an, dann wirst du regelrecht erschlagen von Technik. Aber wie gesagt, ob ich in einer aktuellen E-Klasse sitze oder einem großen E-Auto, alles schrecklich.


    Der geneigte Kunde möchte ja im suoer-modernen E-Auto nicht schlechter von Technik umgeben sein als in einem modernen Verbrenner. So war das Spiel ja nicht gedacht, dass das ein Rückschritt wird. Das Auto ist weiterhin ein Statussymbol in Deutschland.

  • Wenn man sich mal z.B. nen Käfer anguckt. Da war noch ne Blumenvase purer Luxus.


    Edit:

    "i-miev"? Ist das nen Schreibfehler, oder heißt die Karre wirklich so? "Ih-Mief"?

  • LoB

    Danke, du bist hier der einzige, der auch Zahlen und Daten nennt, um seine Aussagen zu belegen, alles andere ist das Jahre alte Anti-E-Auto Lamentiere, wasnoch dazu mit null Belegen ständig wiedergekeut wird.


    Tweakstone

    Dieser Displayoverkill und insbesondere Touchscreens in neueren Autos der Oberklasse finde ich auch schrecklich, aber das ist, wie bereits erwähnt, kein exklusives E-Auto "Problem". Ich würde mir nie ein Auto mit Touchscreenbedienung kaufen, ich möchte die physikalischen Schalter für die wichtigen Funktionen, wie Scheibenwischer, Lüftung, Lautstärke usw.

    Es ist aber tatsächlich kein schöner Zug der Hersteller, E-Autos der Mittel- und Oberklasse immer serienmäßig mit Ausstattung vollzustopfen, die bei den Verbrennern optional ist. Andererseits weiß ich nicht, wie hoch der Anteil an "Holzklasse"-Bestellungen in dem Segment überhaupt ausfällt.

    Aber du hast im Bereich der kompakten und Kleinwagen, z.B. VW e-Up, Renault Zoe oder Twingo E, Opel Corsa E, Fiat 500E, durchaus auch Möglichkeiten, E-Atuos ohne Displayfront und überflüssige Elektroausstattung im Innenraum zu bekommen.


    CryptonNite

    Es gibt millionen E-Auto Fahrer, die auch in kälteren Regionen ohne Probleme von A nach B kommen. Was macht der Diesel bei -20°C?

    Das Bremssystem ist nach wie vor hydraulisch und es wird keine Bremsbacke elektrisch betätigt -> die Autos müssen ja auch einen Zulassungsprozess durchlaufen, in dem sie auf Verkehrssicherheit geprüft werden. Bei solchen platten, polemischen Aussagen fällt es mir wirklich schwer, das ernst zu nehmen.


    Stichwort Wärmeerzeugung:

    Im E-Auto wird Wärme bei Bedarf generiert, um den Innenraum zu heizen -> durch die Heizung steigt dann auch der Energieverbrauch,um ca. 20-25%, was i.d.R. so ca. 4-5kWh ausmacht. Bei 16kWh auf 100km steigt das dann auf ca. 20kWh, was in Diesel bedeutet von 1,6L auf ca 2L. Das ist nach wie vor wesentlich effizienter, als ein entsprechender Diesel, der 5-5,5L braucht, was umgerechnet halt einfach 48kWh-53kWh entspricht.


    Außerdem, macht es Sinn mit Verbrennermotoren zu jeder Jahreszeit, ob man es braucht oder nicht, immer Abwärme zu produzieren? Da kann ich Sommer nicht sagen, hey Verbrenner, produzier jetzt mal bitte keine unnötige Wärme.

  • Außerdem, macht es Sinn mit Verbrennermotoren zu jeder Jahreszeit, ob man es braucht oder nicht, immer Abwärme zu produzieren? Da kann ich Sommer nicht sagen, hey Verbrenner, produzier jetzt mal bitte keine unnötige Wärme.

    Exakt. Der Verbrenner hat praktisch IMMER die Heizung laufen, und dem eAuto wird jetzt vorgeworfen, dass er im Winter Strom für die Heizung braucht. Das ist schon eine absurde Verdrehung der Tatsachen. In Realität verbraucht das eAuto auch beim Thema Heizung WENIGER, weil die Heizung nicht permanent im Sommer mitläuft.

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  • Motorverschleiß gibt es im Vergleich zum Verbrenner praktisch gar nicht (da es ja keine mechanischen Teile im Motor gibt).


    Zu Batterien gibt es natürlich noch wenig Langzeitdaten. Die ersten kommen von Tesla und sehen extrem gut aus: https://efahrer.chip.de/news/s…rblueffende-daten_102349:

    Über 90% Kapazität nach 280.000 Kilometern.

    Aber das ist mit Sicherheit eine Frage des Herstellers und der Qualität. Hier MÖCHTE Tesla halt auch einfach punkten.

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  • Exakt. Der Verbrenner hat praktisch IMMER die Heizung laufen, und dem eAuto wird jetzt vorgeworfen, dass er im Winter Strom für die Heizung braucht. Das ist schon eine absurde Verdrehung der Tatsachen. In Realität verbraucht das eAuto auch beim Thema Heizung WENIGER, weil die Heizung nicht permanent im Sommer mitläuft.

    Beim Verbrenner entsteht Wärme immer, korrekt. Der Wirkungsgrad eines solchen Fahrzeugs ist im Winter höher als im Sommer, weil man die Abwärme zum Heizen des Innenraumes nutzen kann. Im Sommer kann man übrigens das Fenster öffnen, wenn's warm wird. Geht auch beim Elektroauto.

    Das bedeutet, daß die bei der Reaktion entstehende Wärme nutzt. Bei einem Elektroantrieb entsteht auch Wärmeverlust. Der Akku erhitzt sich, die Leistungselektronik wird heiß und letzten Endes erhitzen sich die Elektromotoren ebenfalls, u.a. weil Ohm'sches Gesetz. Durch den höheren Wirkungsgrad der Gesamtkette ist der Verlust allerdings geringer.


    Vielleicht hat sich schon mal irgend ein schlauer Mensch mal Gedanken dazu gemacht. Die Abwärme, die beim E-Auto entsteht könnte man ebenfalls zur Heizung nutzen, oder zumindest den Aufwand dazu verringern, denn diese Wärme entsteht nun mal - ob man es will oder nicht.


    Heißt also, und das hat psycho klar erkannt, die Reichweite des Fahrzeugs sinkt, weil zusätzlich Energie fürs Heizen benutzt werden muss. Wenn ich jetzt also ein Elektroauto habe, daß im Normalfall eine Reichweite von 200 km hat und ich im Winter schon durch die Kälte allein einen Kapazitätsverlust habe (wer schon mal längere Zeit mit Blitz im Kalten fotografiert hat, wird das kennen, daß der Akku schneller schlapp macht) und dann noch an Reichweite durchs Heizen verliere, weil ich die Karre DIREKT heizen muss, dann ist das in meiner Situation einfach unpraktikabel. Ich habe einen Arbeitsweg von täglich rund 100 km. Bei den auftretenden Verlusten und dem Problem des langen Ladens kommt es für mich nicht in Frage.

    Mein Corsa hat eine Reichweite von 800 bis 850 km, die ich auch schon mal mit nem zusätzlichen Kanister Benzin als Reserve ausgereizt habe.

    Damit kann ich mehr als anderthalb Wochen täglich auf Arbeit fahren, ohne nachtanken zu müssen.


    Diese Fahrzeuge sind ansich die richtige Richtung, aber sie lösen nicht das Problem.

    Bevor mir irgendein Idiot vorwirft, ich sei von einer "Anti-E-Auto-Lobby" oder sowas... Fasst euch selbst an die Nase.

    Ich sehe das ganze rein praktisch, so wie ich die meisten Dinge sehe. Mein Urteil ist: Wen es nützt, der soll ein solches Fahrzeug fahren, dagegen gibt es keinen Einwand. Ansonsten bleibt nur das Warten auf bessere Technologien.


    Übrigens sind TESLA Arschlöcher. Sie haben in Brandenburg einen Wald abgeholzt, um dort ihr Werk zu bauen. Es ist ja nicht so, daß es in Brandenburg keine Freiflächen gibt und man darum den Wand abgeholzt hat.

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  • Motorverschleiß gibt es im Vergleich zum Verbrenner praktisch gar nicht (da es ja keine mechanischen Teile im Motor gibt).

    Doch, den gibt es. Die Lager z.B.

    Aber ja, Elektromotoren sind recht robuste Konstruktionen, zumindest die meisten. Ich nehme an, daß man nicht unbedingt Schleifringläufer benutzt:topmodel:

    „Ich bin nicht nachtragend, aber ich vergesse nichts.“

  • Dass die Reichweite im Winter durch Nutzung der Heizung sinkt, bestreitet niemand. Dass aber die Tatsache, dass die Heizung überhauptStrom verbraucht, als negatives Argument eingebracht wird, ist die Verdrehung der Tatsachen, die ich ansprach:


    Verbrenner: Verbraucht IMMER Energie zum Heizen, egal ob sie gebraucht wird oder nicht.

    eAuto: Verbraucht nur Heizenergie, wenn wirklich geheizt wird.


    Die Abwärme der Elektrik kann man dabei vernachlässigen, denke ich. Habe ich aber noch nicht durchgerechnet. Falls die signifikant ist, gehe ich davon aus, dass sie auch schon genutzt wird. Wenn man aus dem Autobau von Verbrennern kommt und es gewöhnt ist die Abwärme zu nutzen, wird man sich ja bei neuartigen Autos nicht ohne Grund entscheiden, sie nicht zu nutzen.

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  • Das ist keine "Verdrehung der Tatsachen", sondern ein praktisches (Komfort-)Problem. Aber hey: Wir machen einfach noch ein paar Jahrzehnte weiter so und dann erledigt sich das Heizproblem von Elektroautos von selbst.

    Worauf ich hinaus will: So, wie diese Autos zur Zeit gebaut sind, ist das nicht der Weisheit letzter Schuss. Überall Bildschirme und weitere Stromfresser. Die Akkus sind nicht besonders groß und somit beschneidet man die Reichweite künstlich.

    Baut sie schlichter, kleiner und leichter und schon hat man auch größere Reichweite.


    Warum werden wohl Prozessoren heiß?

    Weil Milliarden Transitoren milliardenfach in der Sekunde zwischen zwei Zuständen schalten müssen. Das ist ebenfalls Arbeit. Wie in jeder elektronischen Anwendung.

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  • Doch, den gibt es. Die Lager z.B.

    Aber ja, Elektromotoren sind recht robuste Konstruktionen, zumindest die meisten. Ich nehme an, daß man nicht unbedingt Schleifringläufer benutzt:topmodel:

    Siehe das Wort "praktisch", was ich verwendete. Es gibt nichts auf der Welt ohne Verschleiß. Ich wollte darauf hinaus, dass es in absolut keinem Verhältnis zum Verbrenner steht.

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  • Worauf ich hinaus will: So, wie diese Autos zur Zeit gebaut sind, ist das nicht der Weisheit letzter Schuss. Überall Bildschirme und weitere Stromfresser. Die Akkus sind nicht besonders groß und somit beschneidet man die Reichweite künstlich.

    Baut sie schlichter, kleiner und leichter und schon hat man auch größere Reichweite.

    Siehe oben meine Rechnung. Im absoluten Worst Case verlierst Du 1% Reichweite beim Beispiel des Renaul Zoe.

    Und das ist beim Verbrenner nicht besser, denn auch da wird die Lichtmaschine ja aus dem Tank betrieben. Mutmaßlich ist der Verlust da durch die nötige Umwandlung in Strom noch größer.


    Das ist also ein allgemeines Auto-Problem, kein eAuto-Problem.

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