Netzwerk über Klingeldrähte? :-)

  • Moin, langsam kommt bei uns auch glasfaser aufs land... Bedeutet aber zunächst einmal buddeln und kabelplanung.


    Ich habe zwei netzwerktechnische fragen, die für euch sicherlich unterste basis sind... Würden mir aber beim verständnis sehr helfen:


    1) In ein nebengebäude liegt bereits ein telefonkabel. Ich hoffe 6 adrig. Das prüfe ich noch. Könnte ich dieses für telefon (2adern) und netzwerk 4 adern nutzen? Also das 10mbit coaxkabel hatte ja auch nur 2 leiter... Dsl modulierte die daten ja auch nur über 2 klingeldrähte... Kann ich mit einem rj45 stecker bei halber belegung, also mit 4 adern arbeiten? Wenn da 30bis 50mbit durchgehen, reicht das locker... Aber gibt der standard das so her?


    2) der glasfaserhauptanschlusskasten liefert 4x rj45 buchsen. Ich würde jetzt auf eine buchse den router legen und damit das hausnetzwerk aufziehen. Der router muss aber zentraler stehen, also an ein cat7 kabel einige meter entfernt. Kann ich an den anderen ports am hauptanschluss theoretisch auch ins internet? Wie verhält sich dann die verbindung zu den anderen rechnern, wenn der router dhcp und firewall bietet... Aktuell habe ich lediglich nach dem router unterverteilt...


    Danke euch!

    Eike

  • 1) RJ45 bei halber Belegung ist klassischs 100MBit-Netzwerk. Ob die 100MBit auch ankommen, hänt u.a. auch von der Beschaffenheit des Kabels ab. Wie lang? geschirmt? Aderpaare verdrillt?

    Am Ende bleibt die Frage, ob das Telefon (wenn es 6 Adern sind) daran auch nochmal störend wirkt.

  • Wenn es geht zieh eine Glasfaserleitung zwischen den beiden Gebäuden oder mach eine Punkt zu Punkt WLAN Verbindung .... Alles andere ist nunja....


    Kupferkabel zwischen zwei unterschiedlichen Gebäuden ist nicht so pralle.

  • Zur Not gibt's auch Netzwerk medienkonverter auf 2 Draht, kostet aber auch um die 200€.aber eben extra für klingekdraht gedacht.

    Glaube von allnet waren damals die Dinger die wir in einer haus-zu-haus Verbindung hingebaut hatten. 100-200mbit/s geht da drüber

    Mein 3dfx XPC :-]
    Shuttle SK41G: Athlon XP 1700+ DLT3C JIUHB @ 2700+ @default VCore 1.5V, 2x 512MB Corsair 4400C25 TCCD PC550, Voodoo 5-5500 mit Noctua 5V Lüfter, Audigy 2zs OpAmp MOD, Yamaha CRW-F1, LS-120 Superdisk DS, Intel X25-E SLC 64GB SSD @ IDE->SATA adapter

  • Wenn es geht zieh eine Glasfaserleitung zwischen den beiden Gebäuden oder mach eine Punkt zu Punkt WLAN Verbindung .... Alles andere ist nunja....


    Kupferkabel zwischen zwei unterschiedlichen Gebäuden ist nicht so pralle.


    Glas ist toll - allerdings doof, wenn die vorhandene Hardware ausschließlich Kupfer kann.

    Sinnvoll könnte es aus meiner Sicht sein, die Schaufel auszupacken und ein Rohr zu verlegen. Da würde ich mit einem Kupferkabel reingehen und wenn es mal so weit sein sollte, könnte man immer noch Glas nachrüsten.


    2) der glasfaserhauptanschlusskasten liefert 4x rj45 buchsen. Ich würde jetzt auf eine buchse den router legen und damit das hausnetzwerk aufziehen. Der router muss aber zentraler stehen, also an ein cat7 kabel einige meter entfernt. Kann ich an den anderen ports am hauptanschluss theoretisch auch ins internet? Wie verhält sich dann die verbindung zu den anderen rechnern, wenn der router dhcp und firewall bietet... Aktuell habe ich lediglich nach dem router unterverteilt...


    Nein, damit kommst du nicht ins Internet. Zugangsdaten werden vom Router verwaltet und nicht von dem Glasfaserhauptanschlusskasten.

  • dazu gibt es Medienkonverter ....


    Hier gibt es Menschen, die das besser erklären können. Allerdings um es mal Primitiv zu erklären:

    Es kann sein, dass du in beiden Häusern eine unterschiedliche Energieversorgung hast. Bzw keine gemeinsame Erde / Masse.

    nun kann es sein, dass die Masse zwischen den beiden Häusern sich um 0,1-0,2 Volt unterscheidet.

    Dies kann dazu führen, dass über deine Kupfer Drahtlitzen Energie von einem Haus zum anderen fließt. Hierbei kann deine Elektronik gegrillt werden...

    Daher ist eine Galvanische Trennung sinnvoll.


    soweit my 2 cent

  • 1000Dank für die Hinweise!


    Ich werde den devolo mal testen, wenn ein schalttermin irgendwann in einem Jahr, oder so stehen wird :-) Aber 1000mbit? Echt?


    Das mit der Nutzung nur eines Rj45 Ports am Hausübergabepunkt ist nun klar. Unklar ist aber warum da faktisch noch 3 Stck. Sind. Was kann man denn damit machen? Eine zweite Wohnpartei/vertrag lässt sich damit an diesem Gerät nämlich nicht versorgen... Auch der Support konnt mir das nicht sagen. Ich würde das aber gerne verstehen...


    Vg eike

  • Achja....Nebengebäude.


    Wenn das Nebengebäude einen eigenen Stromanschluss hat und die Erdung über einen eigenen Fundamenterder geschieht, kann es zu einem Potentialunterschied kommen, der dann über die Telefonleitung ausgeglichen wird, wenn du die beiden Potentiale über den Schirm zusammenbringst.

    Immer unter der Annahme, dass du die Erde verbindest. Da ich nicht weiß, wie du das genau löst und wer mit den Jahren auf Optimierungsideen in den Häusern kommt, gehe ich vom Fall aus, dass Telefonkabel im Boden irgendwann als Potentialausgleichsleiter dient.


    Gibt ein paar Maßnahmen:

    • Potentialausgleich beider Häuser: Dazu müssen aber die Potentialausgleichsschienen verbunden werden. D.h. Kabel in den Boden. Da kannste gleich Glasfaser verlegen.
    • Galvanische Trennung:
      • Glasfaser in den Boden geht immer.
      • Bei RJ45-Strecken gibt es sonst noch Netzwerkisolatoren.
      • WLAN-Brücke wäre auch eine Idee.


    Meine Empfehlung: Einen Nachmittag Spaß im Garten und Glasfaser zwischen den Gebäuden. Solange du dir das nicht irgendwann kaputtbuddelst, haste Ruhe auf ewig.

  • Das thema Potentialausgleich sollte aber über den Dingens äh devolo Converter abgefrühstückt sein, oder?

    Buddeln ist ja gar nicht so das Problem. Es gibt ein Leerrohr, das allerdings irgendwo innen unter Fliesen liegt...

    Das stemme ich nicht raus, wenn ich die Telefonleitung nutzen kann, zummindest versuche ich dies zuerst.

    Wlan soll vermieden werden.


    Noch ein punkt, den ich irgendwie gar nicht so sehr auf dem schirm hatte...

    IP Telefone... kann ich die einfach auf ein Switch legen, welches uplink zum Router hat?

    Dann hätte ich mit der Telefonverkabelung keinen zusätzlichen Ärger, sondern mache nur noch Netzwerk,

    und auch das im übrigen Haus. Gibt dann halt ein paar Neuanschaffungen...


    vg Eike

  • Wenn es ein Leerrohr gibt, zieh da doch ein Kabel ein. Dafür sind Rohre da, damit man nicht alles aufstemmen muss.


    Aus der DIN EN 50174-2 VDE 0800-174-2:2018-10 lese ich, dass du einen parallelen Erdungsleiter brauchst.

    Evtl. hast du dir auch ein Blitzschutzthema eingetreten. Blitzschutz ist aber nicht mein Ding.

    Blitz kommt aber irgendwann. Dann himmelt er halt mehr weg.


    Mach es richtig, oder halt nicht. Ist nur kein Thema, was man diskutieren kann in meinen Augen.

  • Ich habe einen 4adrigen ISDN Draht als 100mbit Dose umfunktioniert (funktioniert einwandfrei, wahrscheinlich weil es aus Anfang der 90er immerhin ist) und das übrige Kabel im Keller zum Switch befördert anstatt vorher als eigenständiger Telefonanschluss am Hausanschlusskasten der Telekom.


    Allerdings habe ich auch Löcher gebohrt für weitere Verkabelung (CAT8 hauptsächlich), die wesentlich nachhaltiger ist als ein Telefonkabel.

    Besondere Grafikkarten: 1, Rush, Banshee, 3 3000 AGP, 5 5500 AGP ( 3dfx Voodoo)

    Rage Fury Maxx, Radeon RX6900XT Referenz(ATI/AMD)

    7900GTX, 8800GTX (Nvidia Geforce)

    Besondere CPUs: MOS6510, AMD K6-3+, Intel Core 2 Quad Q9650, AMD Ryzen 7 3800X, AMD Ryzen 9 3900X