• Servus zusammen!

    Bin neu hier und auf der Suche allgemein nach Gleichgesinnten. :) Und soll ich euch mal was verraten, da hat mir die KI euch empfohlen! :D Deswegen schieß ich gleich mal los.

    Wie der Titel schon sagt, beschäftigt mich dieses Thema nun schon seit einigen Tagen. Ich hatte immer gedacht, dass Disc Rot mich nicht betrifft, da sich meine CDs und DVDs bisher immer wunderbar lesen ließen. Aber nachdem ich vergangenes Wochenende angefangen hatte, eine Anime-Serie aus Anfang der 2000er zu schauen, ist das Thema bei mir eingeschlagen wie eine Bombe! Das interessante an der Angelegenheit ist, dass es DVDs und CDs gibt, da ist es wirklich nach so langer Zeit eigentlich noch recht gut, aber es gibt auch welche, da schreitet die Oxidation schon richtig fort.

    Ich weiß ja nicht wie ihr das seht, aber ich gehe immer mehr vom Streaming weg und wieder hin zu den guten alten Scheiben. Was mich da an der Sache allerdings echt wurmt, dass man manche Anime, Filme, Serien und auch Musik nicht mehr neu kaufen kann. Das heißt, das "Kulturgut" rottet einen in den Fingern weg. Ich habe bisher Gott sei Dank nur 2 DVDs gehabt, von denen 1 überhaupt nicht mehr nutzbar war, weil sie über die ganze Datenfläche einen "Läufer" hat und eine, die ich nur zu ca. 87% retten konnte. Ich bin nun in ein regelrechtes Sicherungs- und Nachkauffieber gekommen, da man sich so gewisse Werke, die einfach was besonderes sind, einfach erhalten will.

    Interessanterweise sieht bei mir Diablo 1 noch für sein Alter echt top aus und auch Diablo II + LoD eigentlich nur richtig gut. Außer die Installations-CD von Diablo II hat schon einen ganz leichten Hauch von Delamination. Da sahen schon meine Gothic 1-2 + AddOn CDs bissl schlechter aus und auch die DVDs von Gothic 3 und Gothic 4. Bin momentan dabei, mal so meine ganzen alten Schätze zu sondieren und ggf. zu sichern. Da wäre u.a. auch noch Carmageddon + Splat Pak, Siedler III, POD, WarCraft II - Tides of Darkness, StarCraft, Need for Speed IV - High Stakes und auch das originale Myst darunter.

    Ich finde es echt scheiße, dass man manches nicht mehr nachkaufen kann. Gerade bei den Anime, Filmen und Serien hat man sehr häufig das Problem. Bei Spielen hat man ja Steam und GOG, aber Steam ist halt auch so eine Sache. Gaben hat zwar mal gesagt, falls Valve mal nicht mehr ist, schaut er schon darauf, dass die Leute trotzdem noch ihre Spiele spielen können. Aber letztendlich geht nichts über eine eigene physische Kopie!

    Wie sieht's bei Euch aus?

  • Das Problem liegt in der Chemie dieser Scheiben. Kommerziell gepreßte Medien sind üblicherweise aus anorganischen Materialien gefertigt, was den Azo Layer angeht. Dieses Material ist relativ robust, und die Scheiben können Jahrzehnte überleben, wenn sie dunkel und trocken gelagert werden.

    Rohlinge, die man selber mit Daten bebrennt jedoch bestehen aus organischen Materialen, und diese sind ungleich empfindlicher, vor allem was UV-Strahlung angeht. Da sind mir schon Unmengen weggestorben, und ich und ein Kumpel hatten Daten auf über 10 Koffer mit 250 - 500 Scheiben pro Koffer weggesichert. Schwerer vieler, große Datenmengen sind deswegen verloren gegangen. Bei jedem Restore wieder waren kaputte Scheiben dabei, bei CDs wie DVDs. Es gab ganz seltene Scheiben wie z.B. die BASF CeramGuard, die mit einer Keramikschicht als Schutz bedeckt waren, die halten. Aber die waren halt auch teuer.

    Bei mechanischen Festplatten und SSDs konnte ich bisher kein Bit Rot feststellen, obwohl das manche Leute besorgt. Hier ist mir unklar für wie lange die Magnetisierung bei Festplatten wirklich hält. Auch bei SSDs gibt's die Sorge, daß der Flash die Daten irgendwann einfach verliert.

    Mein Backup habe ich daher auf mechanische SATA Festplatten umgestellt, die ich über ein USB 3 Dock anbinde und dann mit einem Skript per rsync rübersichere, und danach per diff verifiziere, daß alles sauber geschrieben wurde. Disk-2-Disk also. Gelagert werden die Backupplatten in mit antistatischem Schaum ausgekleideten HDD Koffern von Logilink, das schaut so aus:


    LogiLink HDD Koffer

    Die allerkritischsten Daten - von mir als "Kerndaten" bezeichnet - werden doppelt gesichert, wobei eine der beiden Backupplatten in einem Banksafe hinterlegt wird. Mittlerweile sichere ich wirklich mein gesamtes RAID-6, da wird nichts mehr ausgelassen, egal wieviele dutzende Terabytes es auch sein mögen. Das war damals noch, als Festplatten noch günstig waren. Aktuell natürlich ist der Aufbau einer Disk-2-Disk Backuplösung ziemlich eklatant kostspielig. :(

    Ich plane aber noch eine Dreifachsicherug mit dreifacher räumlicher Redundanz, wo eine weitere Kerndatenplatte dann ordentlich verpackt auf der Arbeit im Schrank liegt. Die Scheibe an sich habe ich als Medium seit kurzem völlig aufgegeben. Auch meine Blu-Ray Sicherungs- und Kodierungslösung hat damit vor wenigen Tagen sein endgültiges Ende gefunden, aktuell noch völlig ersatzlos. Es ist einfach zu mühsam geworden.

    Das wär's soweit.

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  • GrandAdmiralThrawn Das klingt bei Dir aber auch richtig heftig! Da ist das mit meinen paar DVDs und CDs eher Kindergeburtstag. Die Sache ist: Es sind alles originale, die mit wegfaulen! EINE selbst gebrannte CD ist mir weggefault. Die war noch aus meinen Anfangszeiten, als ich damals mit meinem ersten CD-Brenner - ein Philips CDD3610 - gebrannt hatte. Schade ist, dass da meine ersten Homepages draufwaren und die CD ist leider nun Geschichte.


    Das hier war mein erster Brenner. :)

    Aber Bitrot hatte ich bis vor kurzem auch noch nicht gekannt. Ich dachte immer, HDDs wäre da "unkaputtbar" in der Richtung. Wenn die einmal magnetisiert sind, dann hält das für ewig. Zu Bitrot kann ich nicht wirklich was sagen. Nur dass meine alten HDDs in meinen Retro-PCs noch ganz gut laufen. :)

    Aber ist Deine Datensicherungsstrategie nicht etwas overpowered? Das klingt fast so, als würdest Du ein öffentliches Archiv oder so betreiben. xD Aber bei dem, was Dir und Deinem Kumpel da mit dem Koffer voller Datenträger passiert ist, ist das mehr als verständlich. Ich bin ja auch vorsichtig, aber so vorsichtig auch wieder nicht. ;)

    Ich persönlich sichere wichtige Daten auch auf ein selber zusammenstelltes NAS (Thin Client mit Linux) mit 2 Seagate Enterprise Storage HDDs im RAID 1 Verbund. Die sind aber leider nur 1 TB groß. Genau eben weil die HDD-Preise, wie Du es gerade schon so schön erwähnt hast, momentan wirklich jenseits von gut und böse sind, kann ich keine größeren kaufen. Aber das ist bei neuen Blu-Rays auch nicht anders. Spiele sichere ich auf andere HDDs, die aber nicht dauernd laufen, da es auch normale Desktop-HDDs sind.

    Man müsste so ein Community-Storage aufbauen, wo man bestimmte Daten archiviert. Archive.org wäre ein Möglichkeit, doch wenn man als Deutscher da urheberrechtlich geschützte Waren hochlädt, kann man schnell in Teufelsküche geraten. Es gibt ja Gott sei Dank noch die Ecken im Internet, wo man Filme, Serien, Anime, Spiele etc. notfalls runterladen kann, wenn man sie so nicht mehr bekommt.

  • Bei Originalscheiben hatte ich zugegebenermaßen noch keine Ausfälle bisher. Ich muß aber auch sagen, daß ich in den letzten 10 Jahren nur noch sehr selten sehr alte Originalmedien oder auch Rohlinge eingelegt habe, also ich glaube das sind weniger als 10 Fälle seit ~2010. Da zählen dann naturgemäß keine BDs dazu. Es gibt aber z.B. das [VA FTP Mirrorprojekt], an dem ich auch beteiligt bin. Da haben wir halt diverse FTP Server gespiegelt und ich halte aktuell den - ich glaube - größten Spiegel, wo auch Größen wie NVIDIA und HP/HPE oder IBM vertreten sind. Das alleine sind aktuell schon 13,1 TiB. Zugang privat möglich, Anfragen gerne per PM, Spiegel gerne erwünscht, wenn gewollt und technisch möglich. Das meiste sind Treiber und Firmwares denke ich.

    Zum "Overpowered": Überschätze niemals Datenträger. Vor allem wenn du ein Depp bist, so wie ich! :spitze: Einmal is mir mitten im Betrieb ein RAID-5 Controller aus'm PCI Slot gefallen. Der Array hat im Zuge dieses Ereignisses beschlossen, Selbstmord (?) zu begehen => CD/DVD Koffer. Mir sind schon DDS und auch LTO Bänder verreckt. Platten, SSDs, unfaßbar viele CDs und DVDs, echt alles dabei. Nur M-Discs habe ich noch ned probiert, aber ich kann nur sagen: Schaffe Redundanz auf Basis von langzeitgeprüfter Technologie. Ich habe schon 3 Mal ALL meine Daten verloren und irgendwie wiederherstellen müssen. Ein Restore im Multiterabytebereich ist schmerzhaft, wenn es von Scheiben kommt, soviel kann ich aus mehrmaliger Erfahrung beisteuern. Von HDD kommend ist das ungleich simpler, kann ich aus persönlicher Erfahrung ebenso sagen.

    Aktuell würde ich trotz der exorbitanten Preise am ehesten noch mechanische Platten empfehlen, wenn es primär um Multimediadaten geht.

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    Edited once, last by GrandAdmiralThrawn (March 5, 2026 at 5:07 PM).

  • Gut, eine RAID-Controller oder allgemein eine PCI-Karte ist mir in meinen ganzen ca. 29 IT-Jahren nicht aus dem Slot gerutscht. xD Verstehe nicht wie das geht, wenn die fest verschraubt ist? Aber jeder ist mal IT-Depp - kommt bei den Besten vor. :)

    So gesehen ist mir, abgesehen von der selbstgebrannten, auch noch nie eine CD oder DVD hopps gegangen. Die "Earth Girl Arjuna" Disc 3 und 4 sind die ersten DVDs. Disc 3 war bei mir eine Fehlpressung, die ich erst nach einigen Jahren mitbekommen habe - da noch original verschweißt und Disc 4 ist eine systemische Fehlpressung. Ich hab mir eine gebraucht gekauft, weil ich gedacht habe, dass die i.O. ist. Aber die scheinen alle so an den gleichen Stellen defekt zu sein. Ich hab auch vorhin mal meine ganzen Spiele-CDs angeschaut, die ich in meinem Mietlager hatte. Für ihr Alter sehen einige noch richtig gut aus. Aber Siedler III bekommt schon ein Löchlein. Die restlichen haben ab und zu einen Hauch von Delamination. Die halten aber sicher noch min. weitere 10 Jahre, wenn's hochkommt.

    Aber ich muss sagen, dass mir z.B. noch nie wirklich eine HDD kaputtgegangen ist. Eine SSD ja, aber die Sandforce-Controller sind jetzt auch nicht die besten.

    Was Dein FTP-Projekt betrifft, ist das ja nur für IT-Sachen - nicht für Anime, Filme, Serien oder Spiele. Dafür bräuchte es auch ein Archiv, abseits von GOG, die ja auch nicht gerade günstig sind und auch nicht alles anbieten.

  • Puh Ein Archiv für alle Medien... Dafür müsste man mit etwa einem Petabyte starten(!)...

    Als Anhaltspunkt: Myrient geht ende des Monats offline, momentan wird die Seite von Freiwilligen gesichert.
    Der Admin kann die Seite nicht mehr finanzieren (6000 USD monatlich), ich meine von etwa 390Terabyte gelesen zu haben
    (und das betrifft nur Konsolen Spiele).
    PC Spiele von 1980 bis heute sind auch locker 100-200 Terabyte.

    Audio und Video ist gar nicht so tragisch, vorrausgesetzt man setzt auf mp3,h265,av1...

    Also wenn jemand einen Millionär oder ähnliches kennt, der die Infrastruktur stellt und monatlich dafür aufkommt;
    dann wäre ich bereit da mitzuwirken. :)


    Und noch ein Gedanke dazu:

    Die FTP Daten und Treiber usw. sind ja public, aber bei anderen Zeug muss man ja immer drauf achten keine Rechte zuverletzen. Ansonsten ist es illegal oder im besten Fall noch Grauzone.

  • So trivial ist das auch bei Treibern und Firmware sowie sonstiger Gratissoftware nicht. Gratis != frei. Nur weil du irgendeine Software gratis von einem Hersteller saugen darfst heißt das noch lange nicht, daß dir damit ein Weiterverbreitungsrecht gewährt würde. Hier sind die Lizenzbedingungen zu ermitteln! Das ist auch der Grund, warum Zugriff auf den VA FTP Mirror nur bei Anfrage oder Einladung bereitgestellt wird, der ist nicht öffentlich für jeden erreichbar!

    Bei Anime, Filmen und Serien ist es noch kritischer. Alles, was im Westen einen Lizenznehmer für den Vertrieb hat, darf zivilrechtlich nicht mehr raubkopiert und/oder weiterverteilt werden, oder du machst dich im Fall des Falls im Rahmen des Zivilrechts klagbar, weil du gegen das Copyright verstößt.

    Ich hoste zwar auch eine satte Menge solchen Materials, aber das ist nicht einfach komplett öffentlich, sondern befindet sich netzwerktechnisch in einer militarisierten Zone. Wäre es einfach publik, würde ich wahrscheinlich gleich Mal vor Gericht landen.

    Zum VA FTP Mirror nochmal: Der ist natürlich sehr limitiert. Es war nie meine persönliche Absicht alle Treiber, alle Firmwares oder alle Software zu sichern, sondern nur die für uns interessanten.

    Auch war es im Übrigen nie mein Bestreben, alle Musik, alle Anime, alle Manga, alle Filme und alle Serien zu sichern. Der VA FTP Mirror ist das einzige datenorientierte Projekt wo auch Fremdinteressen eine gewisse Rolle spielen. Ansonsten archiviere ich seit ca. 1995 nur Sachen, die mich halt persönlich interessieren. Somit reicht für mich der Terabytebereich, ich komme mit meinen 54 TiB an nutzbarem Speicher jetzt schon bald 10 Jahre lang aus, und es ist immer noch eine zweistellige Terabytemenge frei. Würdest du "alles" sichern wollen, was die Medienwelt hergibt, landetest du in einem hohen Exabytebereich, da is nix mehr mit einem Petabyte-Array, da brauchst einen riesigen Storagecluster. Selbst wenn du's mit H.265/HEVC oder AV1 runterkodierst. Völlig unfinanzierbar und unrealistisch.

    Schau Mal was Netflix für's Streaming an Hardware betreibt. Das ist komplett irre, hier ist ein regionaler Netflix Cluster:


    Netflix "Open Connect" Streaming Cluster (Klicken zum Vergrößern)

    Links und rechts hast Kaltdatenspeicher und Network Fabric, in der Mitte in rot (passend zum Betriebssystem) sind die FreeBSD Streamingserver, basierend auf zwei AMD EPYC CPUs und 2-4 × 100 Gbit NICs plus ein Haufen NVMe SSDs pro Brick. Und das ist nur EIN Netflix Cluster! Einer! Für eine kleinere geographische Region! Das ist hier die Liga.

    Zum RAID-Controller: Das war meine Chaoszeit, wohl noch in den 90ern, als meine Rechner ausgesehen haben als wären sie der Schrottplatz. Nicht als kämen sie von einem, sie waren einer. ;) Der Controller war nicht verschraubt (frag mich ned wieso, ich weiß es ned mehr), und ich habe bei dem Rechner mitten im Betrieb die Kühlung umgebaut. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte. ;)

    Zu Defekten: Ich habe schon SSDs wie auch HDDs verloren, zigfach, von gebrannten CDs und DVDs ganz zu schweigen. Vor allem beruflich als System Operator mit einem Verantwortungsbereich von etwa 50 Maschinen, inkl. SANs und größerer RAID Systeme. Aber auch privat. Gibt da ein paar tendenziell anfällige Marken (Looking at you, Seagate, and you, Samsung!), und davon hatten wir auch viele. Aber auch daheim sind eben schon welche gestorben, egal ob IDE, SATA, SCSI oder SAS, alles dabei. Zum Kontext: "Aktiv" betreibe ich zu Hause aktuell im 24/7 Dauerlauf drei SSDs und 24 mechanische Festplatten (12 × SAS 12 Gbit/s in RAID-6 und 12 × SCSI-3 in RAID-5). SATA Backupplatten gibt's auch noch 16 Stück, aber die laufen ja ned oft. Zudem 12 weitere U/160 SCSI Platten die das RAID-5 im Server mit einem RAID-50 im Terabytebereich ersetzen sollten. Das ist aber bislang nicht passiert.

    Prinzipiell würde ich weiter auf mechanische Festplatten setzen, totgesagte leben länger. Wohl HGST Platten (Hitachi Global Storage) wo geht, ansonsten Toshiba oder UltraStars von Western Digital, da die wohl immer noch von der HGST Division gebaut werden dürften und damit recht robust sind. Wenn du auf's ganze gehen willst, könnte man noch auf LTO-8 Magnetbänder setzen. DDS3 und LTO Bänder haben wir schon seit 23 Jahren auf der Arbeit im Einsatz, sicher über 100 in Summe schon. Erst eines hatte defekte Sektoren produziert. Oder eben M-Discs, die sollen ja auch sehr haltbar sein. Beide eignen sich natürlich nur als Sicherungsmedien, also Kaltdatenspeicher. Wenn die Daten "heiß" sein sollen, also sofort zugreifbar, dann ist die Festplatte wohl immer noch klar das Mittel der Wahl. Aber sicher keine optischen Medien. Noch ned Mal Blu-Rays traue ich, daher habe ich die bisher auch alle ripped, sind auch schon hunderte.

    Zu Spielen: GOG oder sonst Steam sind hier Optionen, wenn DRM als okay befunden wird. Im blöderen Fall zahlt man dann halt doppelt. Einmal für die CD/DVD Version, und ein zweites Mal weil du online kaufen mußt, wenn die optische Disc im Arsch ist. Blöd, aber besser als mit dem Verlust leben zu müssen, wenn man einen Titel echt unbedingt spielen mag.

    Zur Musik: AAC-LC (mp4) und Opus haben ähnliche Dateigrößen wie mp3, aber pro Bitrate mehr Qualität. Zumindest AAC-LC ist extrem verbreitet, würde ich mp3 immer vorziehen. Spielt dir jedes moderne Gerät ab, wurde initial von Apple gepushed. Ist auch quasi der offizielle Nachfolger von mp3, beide Codecs wurden nämlich vom Deutschen Fraunhofer Institut entwickelt. Funny, die beiden verbreitetsten Musikcodecs der Welt stammen aus Deutschland, nicht aus den USA. ;)

    Millionäre kenne ich persönlich leider keine. ;)

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    Edited 4 times, last by GrandAdmiralThrawn (March 6, 2026 at 4:48 AM).

  • Aber Bitrot hatte ich bis vor kurzem auch noch nicht gekannt. Ich dachte immer, HDDs wäre da "unkaputtbar" in der Richtung.

    Nein, weder HDD noch SSD halten die Daten "garantiert". Ich meine bei HDDs versprechen die Hersteller 180 Tage Lagerung ohne Datenverlust. Alles darüber kann klappen, muss aber nicht. Bei SSDs ist das ähnlich.

    Es macht absolut Sinn die Images von optischen Medien als Archiv (7zip, zip, rar) zu speichern und die Sicherung so einzustellen, dass es Paritätsdaten gibt. Ich meine WinRar kann das... Hintergrung ist, dass dann ein Bitkipper der HDD wiederhergestellt werden kann. Man kann natürlich auch ein Dateisystem verwenden, dass das kann. Oder sowas wie RAID5 oder oder oder. Viele Wege führen nach Rom.


    Ich persönlich habe die wichtigsten (Hobby) Daten lokal auf dem PC, dann auf dem NAS und nochmals vom NAS gesichert auf eine externe USB HDD, die ich regelmäßig anklemme. Nicht die beste Strategie und nur ein klein wenig paranoid, aber besser als nix.

  • Wobei ich sagen muß daß ich SSDs und auch HDDs hatte, die schon um die 10 Jahre nur rumlagen. Die Daten darauf waren soweit erkennbar aber auch alle noch intakt.

    Ein als äußerst paranoid bekanntes Dateisystem bzw. Volume Managementsystem wäre ZFS. Das rennt halt nur unter FreeBSD und Linux und so auch auf manchen NAS Boxen, aber jo. Hier kriegst du optional Triple Parity (quasi "RAID-7"), jeder Block wird mit einer Prüfsumme versehen (standardmäßig SHA-256 mit SHA2 Hardwarebeschleunigung, geht optional bis SHA-512) und kann auch nette Dinge wie AES-NI-beschleunigte Verschlüsselung, Datenkompression und sogar Block-Level Deduplizierung. Da kann man sich dann richtig austoben bis der Arzt kommt. ;)

    Wenn du Johnnii360 aber wirklich auf optischen Scheiben bestehst, dann würde ich von denen einfach ISOs ziehen. Solange kein besonderer Kopierschutz drauf ist kann man das schon machen. Und man könnte sich auch in die rechtliche Problemzone bewegen und Kopierschutzsysteme einfach aushebeln. Wenn die Originalscheibe stirbt, kannst die ISOs zumindest noch auf eine CD-R oder DVD-R fackeln. Dann isses zwar nur mehr ein häßlicher Rohling, aber jo. Du könntest auch soweit gehen die Scheiben in hoher Auflösung zu scannen und einen Labeldrucker anschaffen. Dann könntest bedruckbare Scheiben mit den ursprünglichen Labeln bedrucken. Ist halt echt viel Arbeit wenn man so weit gehen will.

    Aber erst Mal ISOs von allen noch funktionierenden Scheiben die du hast zu ziehen, das könnte man Mal andenken.

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  • Das leidige Thema Bitrot....

    Um sich davor zu schützen, muss man an mehreren Stellen ansetzen.

    Das manche CDs einfach wegrotten ist noch das kleinste Thema.

    Arbeitsspeicher. ---> Dieser ist verdammt übel. Einmal ein schlechtes Modul drin. Daten verändern sich beim Kopieren von HDD auf HDD, von CD auf HDD beim laden übers Netzwerk. Selbst beim Bearbeiten von Textdateien können hier Bits flippen.

    ---> Setze ECC Speicher ein, und vor allem von DDR5 non-ecc die Finger lassen. (ecc-ondie ohne Reporting. Dazu noch Memory Training und Herstellerselektion... ---> nein danke)


    HDDs / SSDs. ---> hier kann mal ein klassischer Bit Flip vorkommen.

    ---> Setze auf ZFS
    2 Platten verschiedene Hersteller im mirror für Backup, pro Set.

    Und ZFS im System.

  • Selbst ist mir das Thema Datensicherheit schon relativ lange bewusst, aber nur laienhaft. Angefangen hats mit einer gebrannten CD mit Office 2000, die ich von meinem Lehrer bekommen habe. Die hat irgendwann Lesefehler gehabt. Jedoch hatte ich zum Glück zuvor von wem Alcohol 120% bekommen und so hab ich bereits so manche CD auf meine damals spärliche 8GB-Platte gesichert, wo auch die besagte Office-CD dabei war. Von da an hab ich Images von optischen Datenträgern angefertigt, soweit es ging. Es war aber auch vorteilhaft im Bezug der Lesegeschwindigkeiten und des Handlings von Images gegenüber CDs.

    Da ich zudem damals schon mehrere Rechner parallel hatte, (wegen "Kinderzimmer-LAN" :spitze:) so haben sich meine Datenstände immer parallel auf den Rechnern befunden. So hatte ich auch lage Zeit keine Angst vor (und Probleme mit) RAID 0, jene ich solange hatte, bis die ersten SSDs bei mir ankamen. Nur ein einziges Mal gabs Probleme mit den Seagate-Platten und ihrem Firmware-Bug. Die waren leider in meinem Haupt-Sys und ich habe immer nur spärlich die aktuellen Datenstände auf die anderen Rechner verteilt. Aber zum Glück hat der Seagate-Support diese wieder hin bekommen, sodass ich am Ende keinen Datenverlust hatte.

    Mittlerweile hab ich aber seit ~10 Jahren ein Eigenbau-NAS mit FreeNAS und ZFS. Die aktuelle Ausbaustufe ist aber so, dass 3 Platten problemlos ausfallen können. Zudem fertige ich davon alle 1-2 Jahre ein Offline-Backup an.

  • Gamecollector Ja, da kommt schon durchaus was zusammen. Aber jedes Spiel, jeden Film, jede Serie oder jeden Anime oder Manga, wäre wirklich schwierig. Man sollte vielleicht wirklich nur die Sachen sichern, die man so nicht mehr nachkaufen kann. MyAdbandonware macht das eigentlich ganz gut. Sobald es bei GOG oder so zu kaufen gibt, löschen sie die originalen Dateien. Archive.org wäre auch eine Möglichkeit, aber das Problem sind halt immer die Urheberrechte, die zwar legitim sind, aber man in manchen Fällen auch ein Auge zudrücken könnte. Das machen ja auch schon manche.

    GrandAdmiralThrawn Ich glaube wir hatten anfangs immer bissl wilde IT-Zeiten. Aber was die HDDs anbelangt, hatte ich mit Seagate bisher immer sehr gute Erfahrungen gemacht. Es war mal eine IDE-HDD dabei, die Bad Heads gehabt haben könnte. Aber das könnte auch das Netzteil des externen MS-TECH Gehäuses gewesen sein, dass nicht mehr genug Saft geliefert hat. Mir sind eher immer die Gehäuse - besonders von Dreckstor (Trekstor) - abgeraucht. Die HDDs waren immer top! Ich hab mal gelesen, dass es natürlich auch Modelle und Chargen bei Seagate und Samsung gab, die gerne ausgefallen sind. Aber da hatte ich scheinbar immer einen Glücksgriff. Ich glaube die IBM Deathstar (DeskStar) überbietet keiner. ;)

    Ich werde es vermutlich auch so wie Tzk handhaben. Die wichtigen Sachen, sichere ich auf mein NAS und eine Disc und noch auf eine andere externe HDD und die nicht so wichtigen aufs NAS und die externe HDD. Ich vertraue meiner IT-Technik. Die hat mich all die Jahre noch nie wirklich im Stich gelassen. Selbst mein Server bei Hetzner läuft schon einige Jahre ohne Murren, aber der Server langweilt sich eher. Aber da sichere ich nebenbei auch auf ein Backup Storage von denen.

    Meine Musik rippe ich eh immer in FLAC und schieb sie auf meinen Server zum privaten streamen via Navidrome.

    Bier.jpg Ich hab jetzt von Bitrot eher keine Angst. Ich kann mich auch nicht entsinnen, dass mir hier mal was in der Richtung passiert wäre. Es gibt ja mittlerweile ausgeklügelte Fehlerkorrekturen. ZFS ist mächtig, aber für eine Privatperson wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Da ich seit 2019 nur noch Linux nutze, reicht EXT4 eigentlich vollkommen aus.

    Disc Rot halte ich aber für persönlich für kein kleines Thema. Viele Menschen auf diesem Planeten haben sich z.B. Musik-CD-Sammlungen aufgebaut, die ihnen zum Teil nun im Regal wegfaulen. Das Problem hier ist jedoch, dass man viele Klassiker nicht mehr nachkaufen kann - zumindest nicht auf CD. Sich nur auf Streaming-Dienste zu verlassen, halte ich für ziemlich unklug. Weißt Du, wenn man sich über Jahrzehnte mühsam was aufgebaut hat und dann so langsam einen wegfault, dann ist das ziemlich ärgerlich. Ich will nicht wissen, wie viele von der Riesen CD-Sammlung meines Taufpaten schon am faulen ist. Die Fehlerkorrektturen können in gewisser Weise schon auch noch was reißen, aber Wunder gibt es da selten.

  • @GAT
    bzgl. Exabyte
    an sich hast du ja nicht unrecht, daher schrieb ich ja 'starten' mit 1 Petabyte.

    Ich kenne den Aufbau bei Netflix nicht, die werden die Daten auch Redundant und vermutlich in verschiedenen Qualitäten abgelegt haben; und klar, Streaming ist nicht Archivierung.

    Ansonsten ist das gar nicht soviel:
    2000 Filme in h265 bekommt man in 10TB unter.
    Nehmen wir 1000 Filme pro Jahr seit 100 Jahren, kommen wir auf 100.000 Filme=500TB.

    Es gab einen dump von Spotify ca. 300TB (und da ist FLAC dabei).

    Also mit 1-2 Petabyte könnte man schon einen gewaltigen Anteil abdecken.
    Da ist dann halt die ungarische Telenovela (wow ich habe dieses Wort vorher noch nie benutzt) von 1992 nicht dabei.

    Erinnert mich ein wenig an diese Werbung: Langsames Internet? Bestellen Sie noch heute das gesamte Internet auf 9637 DVDs oder ohne p0rn auf 2 CDs!

    @BitRot
    habe da schlechte Erfahrungen gemacht, ist schon lange her, aber ein defekter Ram hat den großteil meiner Daten zerhackt. War damals noch Schüler und hatte daher auch keine richtige Datensicherung (also kein Geld für Redundanz). Mit ECC wär das nicht passiert.
    Die bedeutung von ECC wird mir daher zu oft heruntergespielt. Habe ich ECC-Ram in meinen Gaming-PCs? Nein. Aber auf allen Workstations mit denen ich (für mich wichtige) Daten bearbeite.

    Ich habe früher auch viel auf CDs und DVDs gebrannt, irgendwann wars dann billiger (also Euro/GB) auf HDDs zu gehen. Konnte daher rechtzeitig alles wieder auf HDDs sichern. Ich hatte 1-2 CDs/DVDs die in einer CD Tasche so richtig oxidiert sind, die klebten dann darin und die Datenschicht blätterte raus.

  • Viele überschätzen die Komplexität von ZFS. Mir ging es erst auch so. Es ist einfacher ein ZFS einzurichten und zu betreiben als ein EXT4.

    zpool create poolname mirror Disk1 Disk2

    Und das zfs ist aktiv, gemountet und ready to use.

    zpool export poolname

    Hängt das Dateisystem aus.

    zpool import poolname

    Hängt das Dateisystem ein.

    Brauchst keine Partitionierung, kein gparted kein garnichts.

    Natürlich gibt es genug Stellschrauben und Tuningsmöglichkeiten. Aber nutzen muss man die nicht.

  • Gamecollector Hmm, nicht schön. Aber da ich meine ganze Lebenszeit immer "gescheiten" RAM genutzt habe, ist mir da nichts signifikantes untergekommen. Ich hab anfänglich immer Infineon RAM (ab 1. Eigenbau-PC ab 1999) genommen und später dann immer Kingston. Ich hatte mal EINEN Mushkin-RAM der mir hopps gegangen ist, aber die Kingston immer zuverlässig. Man kann ja, nachdem man Daten kopiert oder gebrannt hat, auch nochmal gegenprüfen. Wenn aber klar von vornhinein ein gekipptes Bit drinnen ist, dann bringt das auch nix. :D Außer die Fehlerkorrektur kann das errechnen.

    Ich hab z.B. gerade nebenbei meine fehlerhafte Earth Girl Arjuna Disc 4, die ich weder zu Hause, noch hier in der Arbeit mittels ddrescue sichern konnte, wunderbar mit MakeMKV sichern können - inkl. Extras. Das ist ein riesen Schritt! Ich hab gelesen, dass Fehlerkorrekturen einiges ausbügeln können, bzw. die Software oder Player in der Lage sind, solche fehlerhaften Sektoren einfach zu überspringen. Man merkt dann nur ein ganz kurzes Blitzeln. MakeMKV arbeitet nämlich nicht auf der Datenebene, sondern schnappt sich einfach die Video-Dateien. ddrescure ist die Brechstange schlechthin, da es Bit für Bit versucht zu sichern. Klappt häufig gut, aber manchmal eben nicht. ABER es würde auch erklären, wieso ich die eine Musik-CD meiner Mutter, die in den 1990ern in Italien gepresst wurde, noch wunderbar mittels fre:ac zu FLACs rippen konnte. Die hat schon einige Löchlein, aber ich konnte da nichts feststellen.

    ECC-RAM ist zweifelsohne eine gute Sache, besonders wenn man mit hoch sensiblen Daten jonglieren muss. Aber im Privatbereich ist das eher teilweise zu viel des Guten. Guter Arbeitsspeicher kann auch einiges! Die heutige Technik ist auch so ausgereift, dass sie einiges ausbügeln kann. Aber mir fällt gerade ein, dass ich einen Anime auf einer HDD habe, der z.B. auf meinem LEAP-S1 Android TV Probleme macht, wenn ich in Kodi die Hardwarebeschleunigung nutze. Ohne diese, läuft die letzte Folge, die da so Probleme macht, wunderbar. Aber das kann auch an dem billigen Mediatek Chip liegen. Am PC keine Probleme. Aber mal so einen ganz kurzen Pixelbrei kann ich verkraften. Sowas hat man ja u.a. bei HDTV via Kabel gerne mal - gerade bei Vodafone Kabel. Scheiße wäre Bitrot eben bei recht sensiblen Daten. Ich hab auch noch eine "Western Digital Caviar 21600 1,6 GB", die nun in meinem Pentium 133 MHz Retro-PC läuft drinnen. Die ist so von Anfang der 2000er. Da hatte ich auch Anime drauf, die aber gut überlebt hatten.

    Ich kann mich aber noch an meine ersten Overclocking-Gehversuche erinnern. Da wollte ich meinen damaligen Vobis Highscreen Sky mit Intel Celeron 300 MHz (Slot-1) ein bisschen übertakten. Das Resultat waren Bluescreens.

    Bier.jpg Mag sein, das will ich auch nicht bestreiten. Aber mein EXT4 Software-RAID 1 einzurichten, war auch nicht schwer. Für mich kommt ZFS deswegen auch nicht in Frage, weil ich zu Hause mein RAID mit einem Fujitsu Futro S740 aufgebaut habe. Der hat nur einen Intel Celeron J4105 Prozessor und 8 GB RAM. Da da auch mein Pi-Hole und Paperless NGX drauf läuft, braucht er auch noch anderweitig Ressourcen. :)

  • Das Teil ist doch schnell. Ich hab hier ein kleines Raspberry PI 4 CM Modul mit ZFS am laufen. Und der hat noch mehr als genug Reserven, wenn ich andere Dinge damit machen will.

    Ein ZFS ist halt sicherer als ein EXT4 Aber jedem das seine ;)

  • Der I5 ist doch nur ein Spielzeug.... Habe hier einen 32 Kern Epyc stehen und paar dicke XEON Systeme. Aber darum geht es nicht.

    Dennoch ist die CPU schnell. Nimm mal einen 486er und schau, was die damit gemacht haben... Dann schau dir mal einen Mittelklasse Pentium III an. Mit Windows 2000 / Office 2000. Das lief. Und alle unsere aktuelle Hardware ist schnell im Vergleich. Die Software ist nur langsam. Unterschätze die kleinen CPUs mit einem gescheiten Linux nicht. Solange mal keinen modernen Webbrowser drauf öffnet...

  • Das ist das schöne an blockorientierter Bild-, bzw. Videokompression. Auch Audioframes sind da weitestgehend unproblematsch. Wie du sagst sind ein paar kleine, ignorierte Fehler einfach kein Problem. Dann hast maximal für eine Group of Pictures teilweise einen kaputten Block, und sobald der nächste, volle Referenzframe kommt ist der Fehler wieder weg. Kein wirklich großes Malheur. Hauptsache man hat das meiste gerettet. Beim Audio dasselbe, da ist dann halt kurz ein Störgeräusch drin und das war's. Unproblematisch. Sicher, unschön, aber kein Desaster.

    ECC is naturlich ein super Tipp, nur muß man halt aufpassen daß man eine Plattform zusammenbaut die das auch unterstützt. Mein Filer zu Hause (die fette XP x64 Maschine) könnte technisch sehr wohl ECC. Meine CPU und der Chipsatz unterstützen das. Nur hat sich ASUS in ihrer unendlichen Blödheit entschlossen, das Feature im BIOS meines X58 Boards nicht anzubieten. Danke für nix. Da muß ich bislang auf Holz klopfen, ist noch nicht zu Problemen gekommen. Und selbst wenn, ich habe eh die Backups.

    ZFS kann übrigens, muß aber nicht ressourcenintensiv sein. Wenn du die Deduplizierung nicht einschaltest, braucht's nicht zwingend viel RAM. Dein Celeron J4105 unterstützt sowohl die SHA als auch die AES-NI Befehlssatzerweiterungen, das heißt sowohl das teure Hashing der Blöcke wie auch die AES-256 Verschlüsselung im XTS Betriebsmodus sind wären hardwarebeschleunigt. Verschlüsselung wäre also ebenso günstig wie das hochwertige Blockhashing des Dateisystems. Kompression? Ginge, kannst aber auch einfach ausgeschaltet lassen. Parity RAID? Kostet schon ein bissl was, ließe sich meiden indem man RAID-1 nimmt wie von Bier.jpg vorgeschlagen.

    Ich mein' nur, ich will's dir nicht auf's Auge drücken. Hier auf der Arbeit habe ich auch nur zwei NVMe SSDs in RAID-1, zwei SATA SSDs auch in RAID-1 und dann noch zwei 12 TB Festplatten, ebenfalls in RAID-1. Und alle sind mit grundlangweiligem xfs formatiert, also einem Dateisystem das sich halbwegs mit ext4 vergleichen läßt. Gesichert wird auf einen Fileserver mit ECC DDR4 SDRAM und einem SAS RAID-6.

    1-6000-banner-88x31-jpg

    Stolzer Besitzer eines 3dfx Voodoo5 6000 AGP Prototypen:

    • 3dfx Voodoo5 6000 AGP HiNT Rev.A-3700

    [//wp.xin.at] - No RISC, no fun!

    QotY: Girls Love, BEST Love; 2018 - Lo and behold, for it is the third Coming; The third great Year of Yuri, citric as it may be! Edit: 2019 wasn't too bad either... Edit: 2020... holy crap, we're on a roll here~♡! Edit: 2024, finally last year's dry spell is over!

    Quote Bier.jpg@IRC 2020: "Je schlimmer der Fetisch, desto besser!"

  • Bier.jpg Ich bleibe erst mal bei EXT4. Sonst müsste ich schon wieder alles umschaufeln und da habe ich keinen Bock drauf.

    Ich hab mal die KI (Gemini) bzgl. Bit Rot gefragt. Das war das Ergebnis:

    Daher mach ich mir da um einiges weniger Sorgen als beim Disc Rot. HDDs sind einfach geschützter - zumindest die Platter. Bei CDs und DVDs sind Chemikalien im Spiel, die reagieren oder zerfallen können. Bei HDDs mache ich mir persönlich eher Gedanken bei der Mechanik.

    Kleiner Hinweis zu Gemini: Meine Variante ist personalisiert und habe ihr verboten zu halluzinieren. Also stützt sich Gemini schon auf Fakten.

    GrandAdmiralThrawn SSDs würde ich persönlich wie gesagt nie als Sicherungsmedium nehmen.