Altes Mainboard und neues Netzteil wer kennt sich damit aus?

  • Hallo,
    Folgendes: die Komponenten sind definitiv in Ordnung. Der Unterbau ist ein altes, aber NOS und mit neuen Kondensatoren ausgerüstet, Thesz, Asusp4s533-e. Vor abgesagt wurden auch schon alle Komponenten wie Mainboard, CPU, RAM, Grafik Monitor gegen getestet, da ich diese Komponenten alle doppelt besitze und alle definitiv funktionsfähig sind.

    Jedoch habe ich mir wohl zwei Netzteile gekauft, welche nicht kompatibel sind und zwar das BeQuiet PurePower 13M mit 550w und 850w.
    Vorher hatte ich das Mainboard mit einem ich meine pure Power 10 im Testbetrieb und es lief. Nun geht der Rechner an, Lüfter laufen an aber kein Bild.

    Nun meine Frage:
    Warum? Und würde ein pure power 11 oder 12 funktionieren denn diese könnte ich noch als neue Geräte beziehen. Oder könnten da die gleichen Probleme auf mich zukommen?

  • vielleicht gehäuse kontakt fehler, also mal mainboard ausbauen und alles extern einbauen

    ich würde die 2 netzteile mal in einem anderen rechner testen, falls möglich.


    wurden alle netzteilstecker (vor allem 4poliger cpu stromstecker) angesteckt und sitzen fest?


    eventuell ein hardware reset mit der cmos batterie machen.


    eine grafikkarte die keine zusätzliche stromversorgung braucht, zu testzwecken einbauen.


    der klassiker: alles ausser grafikkarte,cpu,ram abstecken und dann - falls es dann läuft - die komponenten einzeln dazustecken,bis es nicht mehr läuft


    viel glück und

    glg

    der alte

    Edited once, last by Der Alte (August 3, 2026 at 9:21 AM).

  • Mich hat die Problematik genauer interessiert und bin mal etwas auf Ursachen suche gegangen.
    Da es damals das ja u.a. schon gab. z.B. bei DFI Mainboards mit Enermax Netzteilen.

    Bei DFI sollen u.a. die aggressiv (auf max OC) abgestimmten Bauteile des VRM schuld sein.
    Das ASUS P4S533-e fällt eher nicht in diese Kategorie.

    Weitere Gründe:
    Einige Boards verursachen direkt beim Einschalten eine Lastspitze in der VRM (inrush current).
    Moderne Netzteile können das als Fehler interpretieren und schalten sofort wieder ab, manchmal so schnell, dass sich nicht einmal ein Lüfter bewegt.

    Power Good Signal: (Vom Netzteil zum Mainboard)
    Nach dem Einschalten stabilisiert das Netzteil die Ausgangsspannungen. ATX-Spezifikation = 100-500ms
    Realewerte liegen jedoch eher so bei 200-330 oder 350ms. Falls der Grenzwert überschritten wird,
    erfolgt kein Startvorgang.

    Das Mainboard wird ständig über die Standby-Spannung versorgt. Ist deren Einschwingverhalten beim Einschalten anders als das alte Board erwartet, kann es passieren, dass die Southbridge bzw. der Super-I/O den Einschaltbefehl gar nicht ausführt
    (z.B. Ripple kann bei einem modernen Markennetzteil sogar zu sauber für ein altes Board sein).

    PS_ON#: (Vom Mainboard zum Netzteil)
    Das Mainboard zieht diese Leitung beim Drücken des Power-Tasters auf Masse. Erst dann schaltet das Netzteil seine Hauptspannungen ein. Manche modernen Netzteile erkennen sehr kurze oder "unsaubere" PS_ON-Impulse älterer Mainboards nicht zuverlässig oder verlangen bestimmte Pegel bzw. Zeitverläufe.

  • Halbwissen, Vorkenntnisse und gestern Abend eine Stunde rumgelesen.
    Genauer im Detail erklären kann ich das jedoch nicht, da wäre Backfire oder (besonders) Cryptonite für ATX-Schaltnetzteile die besseren Kandidaten.

  • trotzdem - meinen respekt hast du. und vielleicht schreiben die beiden genannten noch was dazu.

    ich bin kein techniker, sondern hauptsächlich user.

    zusammenbauen ja, warten und know how naja. 8)

  • Halbwissen, Vorkenntnisse und gestern Abend eine Stunde rumgelesen.
    Genauer im Detail erklären kann ich das jedoch nicht, da wäre Backfire oder (besonders) Cryptonite für ATX-Schaltnetzteile die besseren Kandidaten.

    Genau das ist das Problem. Genauer erklären, was genau verantwortlich ist kann man auch nicht denn mit offiziellen Daten der Netzteil Hersteller wie zum Beispiel Be Quiet gibt es, wenn man sich das Datenblatt des pure power elf anschaut und mit dem pure piwer 10 vergleicht welches ohne Probleme läuftkeine Werte, die sich unterscheiden. Sprich, was man jetzt genau dafür verantwortlich machen könnte. Fakt ist nur, dass AMD Adlon XP Mainboard davon nicht betroffen sind. Dort läuft auch die aktuellste bequiet Serie bei mir ohne Probleme. Jedoch bei P4 Mainboards sieht der Spaß anders aus.

    Ich habe dieses Jahr in einem Zeitraum von mehreren Wochen recherchiert und hatte von bequiet mehrere Netzteil Serien vor Ort. Es verhält sich auch mit der straight power serie genauso. Dort ist ebenso bei zehn Schluss. Elf und Neujahr funktionieren nicht mehr bei Pentium 4.


    Eine Erklärung habe ich nicht, aber zusammenfassend kann man sagen, bei AMD funktionieren alle Serien und man kann auch auf ganz neue Netzteile zurückgreifen. Hingegen bei Pentium 4 speziell Sockel 478 wird es so langsam problematisch mit neuen Netzteilen. Deshalb sollte man schauen noch neuen Restbestände bis Serie zehn zu bekommen. Ab Sockel 775 wobei man dann kein AGP mehr hat, sieht es wieder anders aus. Dort funktionieren wiederum alle Serien auch die neuesten

    Edited once, last by Billbones1 (August 8, 2026 at 4:48 PM).

  • Mich würde es nicht wundern, das z.B. ein ATX 3.1 Netzteil zickiger ist mit alten Mainboards.

    Also bei deiner mehrwöchigen Recherche ist nichts bei rumgekommen?

    Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Netzteile mit der MB-VRM nicht innerhalb des PowerGood Delays eine akzeptable Spannung aushandeln können.
    Die zweite Variante ist: Einschalten, ungewöhnlicher Lastanstieg (für das NT), NT schaltet ab.


    Was passiert bei dem Asusp4s533-e denn im Detail? Das Board müsste auch eine Kontroll-leuchte haben. Die geht vermutlich an und dann tut sich nichts weiter?

  • Na nichts ist nicht dabei rumgekommen sondern die Erkenntniss das ab Serie 11 nichts mehr läuft OBWOHL die technischen Daten zw. 10 und 11 identisch sind. Das MB bekommt Strom. Grüne LED an. Lüfter drehen. Bildschirm aus.

  • Das die Ausgangsleistung, Verpackungsangaben usw. identisch sind ist klar. Der interne Aufbau und die verbauten Bauteile sind es halt nicht.

    Nächster Schritt wäre Netzteile aufschrauben, Layout vergleichen und Messungen durchführen (dafür wird dann Oszilloskop und recht teure Messtechnik gebraucht).

    Dann könnte man Sicherlich den Grund weiter eingrenzen.
    Ansonsten steht der vermutliche Grund ja bereits in #13.