ATIübernimmt Kabelmodem-Technologie und Entwickler von Terayons

  • Als bekannt wurde, dass ATI in den nächsten Tagen eine größere Transaktion tätigen wolle, wurde heiß diskutiert, wenn ATI wohl als nächstes schlucken würden. Teilweise würden auch einige Chipschmieden gehandelt, die Rede war von PowerVR oder Bitboys.


    ATIs angekündigte Ãœbernahme betrifft nicht wie spekuliert die Sparte Grafikchips, stattdessen verstärkt sich die kanadische Chipschmiede im Bereich der Chipentwicklung von Kabelmodems.


    Besonders in Nordamerika ist die Nachfrage nach HDTV-Fernsehern für digitale Kabelanschlüsse extrem hoch. In Verbindung mit der Kabelmodemtechnik können die HDTV-Fernseher zukünftig, auch ohne externe Set-Top-Box, von Kabelfernsehnetzbetreiber mit Video-on-Demand, elektronischen Programmführern (EPG) und interaktiven Diensten versehen werden. ATI will in Zukunft entsprechende Chips anbieten können.


    Aus diesem Grund übernimmt ATI Kabelmodemtechnik und 25 Angestellte von Terayons. ATI zahlt Terayon dafür 14 Millionen US-Dollar, um sein Portfolio an Chipsatzlösungen für HDTV-Fernsehen abzurunden.



    Im vergangenen Jahr konnte ATI über 5 Millionen Chips für das Digitalfernsehen an die Unterhaltungselektronikhersteller Sony, Samsung, Mitsubishi, JVC, Philips, Funai, ALPS, Panasonic, Thomson, Toshiba, Sanyo, Sharp, Hitachi, Changhong, Xoceco, Hisense, Scientific Atlanta, Pace und Kreatel ausliefern. Damit erreicht ATI bei den Theater- und NXT-Demodulatoren einen Marktanteil von 85 Prozent und bei den MPEG-Dekoder sind es immerhin noch beachtliche 40 Prozent.



    Quelle: ATI-News.de