Beiträge von GrandAdmiralThrawn

    Auch wenn nVidia das so angibt, ist das eine teilweise Falschinformation. Die GeForce 2 beherrscht ein Subset vom Shader Model 1.0, dazu gehört Per-Pixel Lighting. Das ist ein Teil des T&L Featuresets (Transform & Lighting). Das "Transform" war die Frühform der Geometrieshader, heute bekannt als "Vertex Shader", der "Lighting" Part war die Frühform der Pixel Shader. Genau genommen hat sogar schon die GeForce 256 über solche Shader verfügt, siehe [hier]. Damals waren das noch Fixed-Function Einheiten, aber dennoch Shader.


    Diese Subsets erfüllen nur nicht die vollen Feature Sets eines Shader Models 1.0 oder gar 1.1, es sind aber ohne Zweifel Pixel Shader, und es gab auch Spiele, die sie z.B. auf einer GF2 nutzen konnten. Ich bilde mir ein, Soldier of Fortune wäre so ein Titel gewesen, aber das muß nicht stimmen - irgendein Shooter war es in jedem Fall.


    Die Aussage, die GF2 würde keinerlei Pixel Shader beherrschen ist damit definitiv falsch. Sie beherrscht nur keine, die die in Direct3D spezifizierten Shader Models voll erfüllen würde.

    Najo, eine GeForce 3 war auch verdammt Scheiße in Sachen Pixel Shading. Sie konnte das zwar prinzipiell, aber rein leistungstechnisch war das in den meisten Fällen doch ziemlich unhaltbar. Ganz zu schweigen von den sehr frühen Pixel Shadern in der GeForce 2, da war von Spielbarkeit erst Mal gar überhaupt keine Rede mehr. So ist das halt manches Mal, wenn eine völlig neue Renderingtechnologie daherkommt.


    Wird halt 2-3 weitere "Major" Generationen brauchen.


    Edit: Holla, CryptonNite hat gepostet, während ich noch am Schreiben war.


    Jo also, ich denke die Technologie wird wahrscheinlich Bestand haben, so wie fast alles, was jemals seinen Weg in die Direct3D API gefunden hat.

    Noch älter. Das hat auch Serious Sam: The Second Encounter schon so gemacht, da hab es einige Räume mit verspiegeltem Boden. War das System so schon nur knapp bei den 60fps was die Leistung anging, isses bei den Stellen dann richtig schlimm eingebrochen. Weiß ich noch davon, wie ich den Titel auf der v5 6000 durchgespielt habe.

    Das kann passieren, wenn du einen APM oder ACPI Warmstart durchführst. Wennst den Resetknopf drückst, oder einen Kaltstart machst (Shutdown, danach einschalten), ist die Einstellung dann weg? Wenn's dann AUCH noch bleibt, hättest du etwas äußerst ungewöhnliches entdeckt... weil dann hätte er's irgendwie in's BIOS geschrieben?!

    Jo eh, aber für mich persönlich kann er nichts besser als der alte 5.666, oder 2.95, wenn man kein Unicode braucht. Dafür kann er einiges schlechter. Die XP Kompatibilität ist halt mieser, weil einige Decoder die Windows Media Foundation nutzen (AAC, H.264/AVC). .mp4 kann er gleich gar nicht mehr, dazu braucht man einen systemweit installierten DirectShow Decoder, betrifft auch Redbook CDDA Audio, also Audio CDs. Windows 2000 oder Win98 Support ist gleich komplett verschwunden.


    Auch ist der hochwertige Fraunhofer AAC Encoder nicht mehr mit dabei. Ich nutze z.B. die vormalig beiliegende enc_fhgaac.dll mit dem [fhgaacenc.exe] Commandlinewrapper als CLI AAC-LC Encoder, läuft auch unter Wine auf Linux und FreeBSD UNIX sauber. Schade um die DLL, Fraunhofers' FhG AAC gilt als einer der besten Encoder überhaupt in dem Segment.


    Für moderne Systeme is er wohl ok, aber nicht besser als der alte (oder ich sehe nicht, worin er besser wäre). Für alte Systeme ist er entweder teilweise (XP, Vista) oder gleich ganz (2000, 9x) unbrauchbar.


    Der nächste Schritt in Sachen WinAmp sollt laut Planung ja eine Mobile App für Musikstreaming sein... ah, Moment... wo ist mein Smilie... hier:

    So, das neue ReactOS 0.4.10 ist herausgekommen, und das wurde ja recht groß hinausposaunt, weil es jetzt von btrfs anstatt von FAT32 booten kann, plus zig andere Verbesserungen, so meinte die [Ankündigung]. Erst Mal das Ergebnis (timethis.exe funktioniert noch immer nicht korrekt auf dem ReactOS System, man muß das Benchmarkskript also nach wie vor modifizieren, so wie [hier] angemerkt):


    09:38:33.633 | GAT | 1/1/1 | Intel Core i7 980X 3.33GHz | 2GiB DDR-III/1333 CL10 | ASUS P6T Deluxe V2 | Intel X58 Tylersburg | ReactOS 0.4.10 on VBox/CentOS 6.9 Linux


    Leider stellt ReactOS nach wie vor eine ernüchternde Erfahrung dar. Der Vergleich "ReactOS ist zu Windows was Linux zu UNIX ist" kann also maximal auf dem Papier stehen bleiben, weil in der Praxis ist das System nach wie vor untragbar. Immer noch funktionieren manche Sachen auf der GUI einfach nicht, die btrfs Einbindung bringt vorerst mehr schlechtes als gutes mit sich, zig Windows Programme laufen nicht korrekt (auch ältere!), und das System neigt nach wie vor zu Abstürzen.


    Ganz zu schweigen davon, daß das OS meine Workloads nicht würde stemmen können; Es steckt noch immer in 32-Bit Singlecore Welten fest, und wird das wohl noch eine halbe Ewigkeit tun, so langsam wie die Entwicklung vorankriecht... Langsam beginne ich da die Hoffnung in das "quelloffene, freie Windows" zu verlieren.


    ReactOS gibt es jetzt seit 20 Jahren. Von 1998 bis 2018 lief das Projekt. Und DAS ist der Zustand. In 20 Jahren (1993 - 2013) ist Linux zu einem Major Player in der Serverlandschaft und im Embedded Bereich aufgestiegen, hat eine kleine, aber stabile Userbase bei Desktops aufgebaut und die Basis für das heute weltweit verbreitetste mobile Betriebssystem gebildet. Und stürzt dabei wenigstens nur dann ab, wenn ein echter Grund vorliegt. ;)


    Irgendwas läuft da grundlegend falsch bei ReactOS. :(

    Das einzige was ich bisher damit gemacht habe war es zu kaufen, mit DLCs und Mods vollzustopfen und für XP / XP x64 zurechtzuhacken. Aber ich bin leider immer noch nicht dazu gekommn, es auch endlich Mal zu spielen. :(


    Haben tu ich zusätzlich Arachnoid, Leviathans, Horizon Signal, Utopia, Synthetic Dawn, Apocalypse und Distant Stars, was die DLCs angeht


    Mods habe ich auch schon einen ganzen Sauhaufen installiert, Animaris & Anime Voice English (jucken dich sicher ned, also die kannst Mal sein lassen), Beautiful Universe, Downscaled Ships + Kurogane & Kurogane Downscaled, Strega & Strega Downscaled, Tall White & Tall White Downscaled, Mem Stable, More Events, Pop Status Icons, Real Space + Real Space Beautiful Universe, Ringworld Home, UI Overhaul 1440p (wird schon passen für meine 1600p Auflösung) und Vibrant Galaxy.


    Diese Mods sind ein Gemisch der Empfehlungen zweier Stellaris Spieler auf die ich mich Mal verlassen will, einerseits Umlüx hier aus dem Forum und andererseits den russischen Hacker Oleg Ovcharenko, mit dem ich beizeiten im IRC hänge. Beide spielen das Ding schon recht lange.


    Selbst kann ich eben leider noch nichts dazu sagen, weil dieser ganze Haufen hier eben schon seit geraumer Zeit rumsitzt und darauf wartet, endlich Mal angespielt zu werden.

    Vielleicht liegt's auch ein wenig daran, daß die Windows Entwicklungsabteilung bei Microsoft heuer [aufgelöst] wurde, das ganze teilt sich jetzt auf die Devices und Cloud / AI Gruppen auf. Eine "Windows Kernentwicklung" gibt es so nicht mehr.


    Langfristiges Ziel ist es, MS Windows ähnlich wie es die Office Gruppe mit Office 365 zuwege gebracht hat jetzt wirklich in die Cloud zu hieven. Die lokale Installation und alles was dazugehört tritt also ab jetzt mehr und mehr in den Hintergrund, Fokus wird auf Web-/Cloudservices liegen.


    Diese Migration und gröbere Umschichtung innerhalb von MS bringt in der Übergangszeit vielleicht dort und da einiges durcheinander.

    Habe erst heute von einem Kumpel auf meinem IRC gehört, daß er gestern ein sehr ähnliches Problem hatte. Bei ihm war's ein ebenfalls legaler Windows 8 Pro Key, den er auf Win10 Pro upgraded hatte. Er meinte zu mir, er probiert's am Abend (also ca. jetzt) nochmal neu. Werde dann morgen hören, ob's geklappt hat.

    [...]

    @GAT: Mich würde auch mal interessieren wie die Lage dazu bei euch in Österreich ist? Wie sehen bei euch ggf. Konzepte aus?

    Hierzulande gibt es für PKWs noch keine Verbote. Das wurde zwar diskutiert (z.B. für Wien), aber von sämtlichen Regierungsparteien (egal ob Links oder Rechts) bisher abgelehnt. Bei uns ist allerdings die Feinstaub-Diskussion besonders medienwirksam in Erscheinung getreten, deswegen kommt es im Falle der Überschreitung der Schwellwerte per digitaler Verkehrstafel automatisch zu einer Reduktion der Höchstgeschwindigkeiten auf Schnellstraßen und Autobahnen im Umland von und in gewissen Städten. Das nennt sich dann umgangssprachlich der "Feinstaub-100er". Diskutiert wird auch, Elektroautos von selbigem per digital registrierter Autobahnvignette automatisch auszunehmen.


    Mittlerweile laufen die Prüfungen dieser Plaketten ja vollautomatisch über hochauflösende Kamerasysteme, die die Autos ablichten, und sie per Prüfplakette und Nummerntafel identifizieren. Bei Ablaufen einer Vignette (oder Prüfplakette) kann dem Inhaber des Fahrzeugs somit automatisch eine Strafe aufgebrummt werden - ohne menschliche Interaktion. Auf die selbe Weise ließen sich auch E-Fahrzeuge automatisch von Verbrennern unterscheiden. Die dürften dann halt schneller fahren.


    Verbote in bestimmten Gebieten gibt es hingegen für Lastkraftwägen; Zuerst nur für die großen Brummer, mittlerweile allerdings auch für Kleinlaster, soweit sie in die Abgasklassen EURO 1 oder 2 fallen. Diese dürfen also in bestimmten Gebieten einfach überhaupt nicht mehr fahren. Dazu muß aber gesagt sein, daß diese Verbote je nach Region anders aussehen können - mancherorts dürfen alte Kleinlaster unter 3.5t sehr wohl noch fahren, nur die großen halt nicht.


    Elektroautos werden zudem staatlich gefördert, je nach Wohnort usw. sind da bis zu 4200€ drin, national. Zusätzlich dazu kann man in manchen Bundesländern noch um zusätzliche Förderungen ansuchen. In meinem Bundesland - der Steiermark - sind bis zu 1000€ zusätzlich möglich, womit man also auf knapp über 5000€ Förderung kommen kann, wenn man ein rein elektrisches Fahrzeug kauft.


    Eine Erhöhung der Dieselkraftstoffsteuer wird zudem auch diskutiert. Schon jetzt ist der Diesel fast so teuer wie Benzin, aber da die Automobilklubs in Österreich sehr stark sind, und auch die "falsche" Regierung für so etwas am Hebel sitzt, ist der Gegenwind wohl zu stark. Würde man die Steuer jetzt nur noch minimal anheben, wäre die Attraktivität des privaten Diesel-PKWs so gut wie gestorben...


    Zur Veranschaulichung noch eine Liste der Erstzulassungen in Österreich mit Stand Frühjahr 2018:

    • Elektroautos: 14.600
    • Benziner: 2.080.000
    • Diesel: 2.770.000, davon eine ungefähre Aufschlüsselung (manche Werte sind noch von 2015, bei den alten Autos, wo es keine Erstzulassungen mehr gibt):
      • Euro 6: 166.000
      • Euro 5: 873.000
      • Euro 4: 782.000
      • Euro 3: 652.000
      • Euro 2 & 1: 250.000


    Daran ist auch zu erkennen, daß nach wie vor mehr hiesig angemeldete Euro 1 & 2 Diesel auf Österreichs Straßen fahren, als Euro 6 Diesel. Das sind halt einfach die Leute, die sich nicht so leicht was neues leisten können. Und auch wenn man sogar in meiner Gegend hier und da Mal einen Tesla sieht - die Erstzulassungen sprechen Bände. Also E-Autos sind nach wie vor eine Randerscheinung. Speziell Menschen ohne Eigenheim haben halt einfach oft keine Lademöglichkeit.


    Mein Arbeitgeber hat hier zusätzliche E-Parkplätze für Mitarbeiter geschaffen, die mit Ladesäulen ausgestattet sind. Mitarbeiter mit E-Auto können sich also dort hinstellen, und gratis (!!!) während der gesamten Arbeitszeit laden. Und man möge bedenken, daß wir eine Mining-Universität mit sehr starker Bindung zur Erdölindustrie sind, aber auch hier passiert etwas. Es geht halt nur nicht von heute auf morgen.


    CryptonNite : Das nenne ich nicht ein "Hinauszögern", sondern einen "stufenweisen Abbau der Technologie". Ein zu radikales Vorgehen würde nur mehr Schaden anrichten, als es Gutes brächte, und die Reaktion darauf wäre erst Recht ein Zurückschwappen zu Verbrennern, weil das die nächste gewählte Partei dann sicher instrumentalisieren würde, um Wähler zu lukrieren. Deswegen muß man da ein wenig vorsichtig vorgehen. Auch das Volk ist eine Art "Lobby", die bei uns durch die Automobilklubs politisch stark repräsentiert wird. Die lassen schon auch mit sich reden, aber nicht wenn man es zu schnell zu wild treibt.

    [...] Daher auch meine rigorose Forderung nach totalen Verboten für Dieselfahrzeuge in den Verbotszonen. Das ist dann aber Einigen doch zu viel, denn damit wäre dann die persönliche Komfortzone arg eingeschränkt. Das möchte man dann doch nicht, bezahlen sollen erst mal andere. Verbote ja, aber bitteschön für andere. [...]

    Bezüglich dessen möchte ich dich nochmalig anhalten, ein wenig über den Tellerrand zu schauen. Es geht nicht bloß um Komfort für den bessergestellten Mittelstand. Das ist vielleicht bei gut situierten Haushalten ein Thema, aber nicht bei jenen, die ohnehin schon an der Existenzgrenze dahinschrammen - und diese nehmen an der Zahl zu, nicht ab.


    Wenn ich genug Kohle habe, um mir den Luxus leisten zu können, ökologisch korrekte Entscheidungen zu treffen, dann schön. Aber ich würde darum ersuchen, zuallererst Rücksicht auf jene zu nehmen, die es eben nicht können. Da hat sich ein "armer Schlucker" vielleicht einen billigen Gebrauchtdiesel gekauft, weil er seine Arbeit unterwegs damit günstiger erledigen kann (nicht überall bekommt man Firmenwägen), oder weil es das Pendeln billiger macht. Und dann knallst dem eine Existenzbedrohung rein. Das kommt dir nicht falsch vor? Mir schon!


    Wenn du wirklich die globale Verschmutzung senken willst, also nicht nur die Hotspots in einigen Metropolen, dann braucht man gar nicht damit anzufangen, in Europa Dieselfahrzeuge anzugehen. Dann gehst nach China und in die USA, weil dort sind die großen Verschmutzer; Andere Billiglohnländer vielleicht auch noch, aber da habe ich mir die Luftbelastungskarten nicht so genau angesehen. Schiffe wurden ja zusätzlich schon genannt.


    Ich bin weiterhin klar dafür, daß ein "weicheres" Modell auf längere Zeit angesetzt weit mehr Sinn ergibt, weil es den Menschen viel mehr Zeit läßt, und Gelder tatsächlich in sinnvollem Maße zugunsten einer Förderung alternativer Energien verschiebt, ohne bestehende, private Situationen unmittelbar zu gefährden.


    Wenn der Diesel jetzt ein bisserl teurer ist als der Benzin, dann bringt einen das noch nicht um. Und beim nächsten Kauf nimmt man dann halt einen Gebrauchtbenziner statt eines Diesels, weil man damit billiger wegkommt.


    Der Schlüssel liegt immer im Geld. Du mußt dafür sorgen, daß die "bessere" Technologie auch die billigere ist. Dann geht das alles wie von selbst. Das wäre denke ich eine reine Regierungsaufgabe.

    Ok, wenn es um Neuverkäufe geht, dann ist eine Regelung über die Hersteller natürlich besonders sinnvoll, das ist klar. Hier könnte man den (Neu)verkauf von Dieselmotoren einfach so massiv besteuern, daß die Dinger trotz niedrigeren Verbrauchs für den Kunden einfach nicht mehr wirtschaftlich sind (wenn man nicht den Treibstoff direkt höher besteuern will). Langfristig könnte man den Neuverkauf auch ganz verbieten, natürlich auch hier stufenweise, bei LKWs, Bussen und auch Sondermaschinen ist das ja sicher nicht so einfach, denke ich mir? Firmen und Regierungseinrichtungen muß man schon auch die Zeit lassen, das zu planen, auch finanziell.


    Das Problem, das ich bei Fahrverboten (anstatt längerfristig angesetzten Verkaufsverboten im Neuwagenbereich) sehe, ist einfach der, daß da dem kleinen Mann Schaden zugefügt wird oder werden könnte, den er nicht abzuwehren imstande ist, aus monetären Gründen.


    Ich zum Beispiel kann mir überhaupt keinen Neuwagen leisten (ich verweigere Kreditaufnahmen aus Prinzip einer privaten Politik des schuldenfreien Haushalts), erst Recht keinen rein elektrischen oder hybriden. Ich habe jetzt zwar seit kurzem auch keinen Diesel mehr, weil ich zumindest gebraucht kaufen kann, aber wenn einer noch weniger Kohle hat als ich, dann wäre so ein Fahrverbot eben ggf. ein ernstes, soziales Problem?


    Deswegen finde ich einen längerfristig geplanten und durchgesetzten "Umweg" da viel besser. Nur geht das dann natürlich weit über politische Amtsperioden hinaus, da darf Regierung B dann halt nicht die guten Pläne von Regierung A wieder kaputt machen, nur "weil das die anderen waren, von denen eh alles prinzipiell schlecht ist".


    Edit:  Chosen_One : Ok, dann habe ich es in dem Fall falsch gelesen.

    Najo ok, ich hatte nicht nur von Innenstädten gesprochen, sondern das Problem zum Teil auch gleich global betrachtet, das hat mit den Fahrverboten natürlich nicht ganz so viel zu tun. Ich denke trotzdem nicht, daß die eine gute Wahl sind. Wieso besteuert man Diesel nicht einfach höher (Motorsteuer und Treibstoff), und läßt dieses zusätzlich eingehobene Geld gaaanz langsam und zunehmend (über die Jahrzehnte) immer stärker von dem hin zu ökologisch wertigeren Alternativen fließen, siehe mein Post am Ende von Seite 78? So lassen sich die Diesel ggf. langsam stufenweise abbauen, und unterwegs beginnt man dann das selbe mit Benzinern und ganz am Ende mit Erdgasmotoren zu machen.


    In einem Zeitraum von 50-60 Jahren bist die Verbrenner dann vielleicht bis auf Oldtimer ziemlich los, ohne jemals ein Verbot ausgesprochen zu haben - durch die simpelste Kraft die der Markt kennt: Die Kaufkraft. Wenn das ökologisch betrachtet bessere Mobil auf Dauer nämlich auch billiger ist, werden die wenigsten Menschen zweimal überlegen?


    Damit wirst auch einige Leute anpissen, schon klar, aber bei weitem nicht so sehr, als wenn du weniger betuchten Bürgern plötzlich ihre Pendelmöglichkeiten ersatzlos wegnimmst. Und im Besteuerungsfall kannst du weniger gezielt vorgehen, also auch den Lastverkehr und die Busunternehmen mit reinnehmen, damit's dort auch spürbar wird, und ein Antrieb entsteht, sich woanders hin zu bewegen. Um die Innenstädte zusätzlich zu entlasten kannst du auch mit erhöhten Parkgebühren arbeiten.


    Entweder alles oder nichts. Und da man alles nicht erreichen kann, belassen wir es einfach beim nichts.

    Case closed.

    Das hat sich für mich halt so gelesen, als würdest du grade ernsthaft "Alles" wollen, und jedem der es nicht will die Moralkeule überziehen, weil Sarkasmus lese ich da keinen heraus. Darunter schreibst du dann aber, daß es kein "von 100 auf 0" geben kann. Viele deiner Posts lesen sich (für mich) aber so, als würdest du genau das einfordern (nicht nur in dieser Diskussion), und jeden anderen als grundlegend moralisch schlecht hinstellen. Da werde ich nicht ganz schlau draus, wie du die Dinge jetzt wirklich meinst, vor allem wenn dein Ton bissiger wird...

    Ich halte Fahrverbote für grundlegend falsch und bin mit ziemlich starker Vehemenz gegen derartig kurzsichtige Maßnahmen. In den blöderen (oder blödesten) Konstellationen kannst du damit komplette Existenzen vernichten. Das kann es nicht sein. Ein sanfterer Übergang wäre hier eher anzustreben, vor allem weil wir schon recht weit sind, und wo uns noch gut Zeit bleibt.


    Eine leichtere Pönalisierung der Verbrenner durch Steuerbelastung und eine Begünstigung alternativer Antriebe (wo ökologisch wirklich nachweislich sinnvoll) durch Steuerentlastung und Förderung klingt mir hier eher sinnig. Vor allem weil du am Anfang auch bei geringen Prozentsätzen viel von fossilen Verbrennern wirst abgreifen können, weil da derer einfach so viele mehr vorhanden sind. Damit sollte auch gut Kohle da sein, um Alternativen in der Anfangsphase zu stützen. Und das nicht nur bei Automobilen, die ja nicht den größten Anteil am Schadstoffausstoß zu haben scheinen, sondern auch bei anderen Verbrennern (Flugzeuge, Schiffe, Kraftwerke, Fabriken usw., wo halt sinnvoll machbar).


    Damit kommst du eleganter und "weicher" vom Status quo weg, ohne massiven Schaden an Einzelexistenzen anzurichten, denke ich Mal. Verbote sind ja wieder nur eine meist parteipolitisch motivierte Sauentreiberei, um eigene Agenden zu stützen. Vor allem wenn der tatsächliche Payoff dann in globalem Kontext nur einen Tropfen auf den heißen Stein darstellt - dann hättest im schlimmsten Falle nur Schaden angerichtet, aber nichts wirklich nennenswert gutes bewirkt, egal was auch noch so hehres auf den Fahnen gestanden haben mag!