Posts by Lotosdrache

    So, das hat jetzt etwas länger gedauert. Die Spaltmaße waren mal wieder nicht perfekt, so daß die zweite Karte nicht in den Slot rutschen wollte. Alles rein raus half nichts - wie beim Sex... :P

    Alles ausgebaut und Platinenverschraubung gelockert.


    Mittagessen in der Heppe rief. Das eilte, weil nur noch ein Tisch um 11:30 frei. Da ich jetzt eh keine Nerven mehr für einen weiteren Versuch hatte, also in Windeseile hin, weil Zeit ist ja relativ.

    Hirschbraten. :P:P:P

    Sodbrennen oder nur leichtes Drücken des Magens auf dem Heimweg, weil zu viel.

    Sitzung, um Platz zu schaffen.


    Nächsten Einbauversuch mit der zweiten Karte begonnen. Irgendwie ging dann alles rein in voller Länge und Breite - wie beim Sex... :P


    Soweit läuft es also erst einmal. :)



    Für heutige Spiele nutzt man das dual 7950GX2-SLI (=Quad-SLI) wohl besser nicht. Ist nur für alte Spiele, wo der Treiber noch Unterstützung für bietet. ^^ ;) Soweit mir bekannt ist, soll damals tatsächlich Triple-SLI das Beste gewesen sein, was Performance und Mikroruckler betrifft. Wenn das Quad wirklich unspielbar ist, nehm ich von einer GX2 die Tochterplatine runter und schau, ob sie als Einzel-GPU mit der anderen GX2 im Triple läuft. Dürfte aber mit dem Stromanschluß schwierig werden - der ist auf der Tochterplatine, wie ich gerade sehe. :rolleyes: Wenn das nicht geht, muß halt eine Einzel7950GX oder was auch immer her.



    Und jetzt gönn ich mir erst einmal mein sonntägliches Bad, damit das Archimedische Prinzip etwas Entlastung für den Bauch bringt. ;) Das Basteln hat schon etwas Ablenkung und Besserung gebracht und ein bißchen Ruhe wird mir jetzt gut tun.

    Ein kleines Update:

    Ich hab mir jetzt für obigen Rechner das unter Punkt 2 aufgeführte Corsair HX1200 gekauft, weil ich für die Antwort auf einen Bugreport dringend wieder die GeForce 7950 GX2 von Gigabyte in dem Rechner brauchte. Das System läuft damit und auch mit der übergangsweise verbauten GeForce GT 520 (Palit, 1024 MiB DDR3). Jetzt werd ich noch die zweite 7950 GX2 dazu stecken und wenn alles gut geht, lesen wir uns in ein paar Minuten wieder.

    Hast Du noch Dein selbstgebasteltes Bios?

    Ja, aber im Moment ist wirklich jeder Rechner zerlegt auch der, auf dem das BIOS gespeichert ist. Habe schon viele Anfragen deswegen und werde es zum Download bereitstellen, sobald ich die Adreßleitungen an den neuen 1 MiB L2-Cache angeschlossen und alles erfolgreich getestet habe.



    Und jetzt das Ganze noch einmal mit 128 MiB zum Vergleich...



    Das glaube ich auch langsam. Ich hatte das irgendwie schneller in Erinnung, aber die Zeit, wo ich mich intensiver damit beschäftig habe, ist schon echt lange her. Da hat mir wohl mein Gedächtnis einen Streich gespielt.

    Nun ja, es ist halt alles ein Problem der Perspektive: Wenn man von einem 486er oder original Pentium kommt, ist der K6-III schnell. Hat man sich an irgendwas in Richtung Pentium III, Athlon oder neuer gewöhnt, dann ist der K6-III :thumbdown:

    Ich werde mal ein paar RAM Benches machen.

    Du hast das ja schonmal mit demselben Board getestet wie ich sehe. :)


    GA-5AX Kuriositäten: [erledigt...] tRP=2@FSB100? Interner Tag RAM? Norton Ghost mit HDD > 40 GB? Write Allocation mit 512 MiB RAM? [...vorerst]


    Hanen wir tatsächlich verschiedene Chipsatzversionen auf zwei Boards mit gleicher Revision? (5.2)

    Ja, es gabt tatsächlich zwei unterschiedliche Chipsatzrevisionen auf der gleichen Boardrevision. :bonk:


    Der eigentliche Test zu 128 MiB vs >128 MiB steht hier. Bin nur noch nicht dazu gekommen, es auch hier im GA-5AX-Thread nachzutragen. Da sah es bei mir so aus, daß beim Überschreiten der cacheable Area für den L3-Cache die Performance wieder einbricht, trotz der 4 GiB cacheable Area des L2-Caches eines K6-III/III+/2+. Allerdings hab ich das nur mit dem 3DMark2000 v1.1 getestet. Zu mehr war ich zu faul. :topmodel:

    Kennst du CTU (Central Tweaking Unit)?

    Ähm, ja? Hab's doch im Codeschnipsel Zeile 6 erwähnt bzw. steht ja auch im Thread zum GA-5AX. Nur leider nützt mir das unter DOS nicht viel, daher hab ich die ganzen Einzelprogramme in der autoexec.bat eingerichtet.

    Hilfreich ist es auch, die eingestellten Optionen nochmals mit dem ALi AGP Utility 1.40 zu kontrollieren. Solltest Du jemals in die Verlegenheit kommen, den RAM auf 512 MiB aufzurüsten, können Dich nämlich ungeahnte Effekte erwarten.


    Welche Chipsatzrevision hast Du eigentlich auf Deinem Board? E? Dann würde mich mal ein Benchmarkvergleich 128 MiB vs 256 MiB RAM interessieren. Verschiedene Benchmarks wären toll, denn der L3-Cache reicht bei Rev. E nur für 128 MiB. :)

    Hast Du die üblichen Konfigurationsprogramme für den K6 eingerichtet?


    Code
    1. K6WAON.EXE 256
    2. //Write Allocation: RAM in MiB//
    3. K6WCX.EXE E0000000 512 A0000 1
    4. //Write Combinig: Es können zwei Bereiche angegeben werden. Die Angabe erfolgt als Startadresse (hier: E0000000 und A0000) und nachfolgend die Größe in 1/8 MiB (hier: 512 = 64 MiB und 1 = 128 kiB). Die genauen Speicherbereiche und -größen sind für jeden Rechner und jede Grafikkarte individuell zu ermitteln. Am einfachsten geht das, wenn man unter Win98 im Gerätemanager nachschaut. Für gewöhnlich gibt man unter Windows den Adreßbereich des AGP-Systemcontrollers an (hier wäre er dann von E0000000-E3FFFFFF), unter DOS nimmt man den Adreßbereich der Hauptgrafikkarte. Die zweite Angabe in diesem Beispiel ist der DOS-Speicher für VGA-Karten (A0000-BFFFF).
    5. Der Voodoo2-Treiber überschreibt beide Angaben für gewöhnlich mit seinen eigenen Einstellungen, sobald er beim Systemstart geladen oder anderweitig benutzt wird (z. B. Eigenschaften Anzeige aufrufen). Bin mir aber nicht mehr sicher, ob er wirklich immer die optimalen Werte trifft. Das ist besonders dann sehr nervig, wenn man die V2 mal nicht benutzen möchte, sondern die AGP-Karte für den Moment bevorzugt. In diesem Fall empfiehlt es sich, mittels des Konsolenprogramms von CTU eine Verknüpfung mit den entsprechenden Werten zu erstellen.//
    6. SETEWB.EXE 2
    7. //Write Ordering//


    Weiteres auch hier.

    Nächstes Schlachtfeld für Fanboys! ;)

    Weihnachten wird echt blutig werden. :D


    Lohnt sich angesichts des Preises die Neuanschaffung eines Ryzen 7xxx oder sollte man doch besser zum Ryzen 5800X3D greifen. Der neue Intel (ab Oktober?) soll ja auch deutlich teurer werden. :rolleyes:

    Grade die kleinen Mängel haben immer wieder Geld gefressen und auf ein paar Jahre kommt da auch ein schönes Sümmchen zusammen.

    Wenn es billiger wäre, sich ein neues Auto zu kaufen, statt ein altes instand zu setzen, warum fahren dann arme Menschen keine neuen Autos, sondern nur alte? :/


    In Deiner B-Klasse herrscht mir zu viel Discofeeling. Sieht ja schon genauso schlimm aus wie ein PC. :topmodel:

    Theoretisch gäbe es bei uns schon DSL mit 175 MBit/s über Kupferleitung. Bisher reichte die alte 6000er-Leitung halt aus: kein Streaming, keine riesigen Konstruktions- und Geschäftspläne, nur E-Mail mit ein paar Fotos und etwas Surfen. Für das letzte Jahr - die Telekom schreibt, "im Zeitraum 12.09.2022 bis 29.09.2023 bringen wir Sie an das Netz der Zukunft" (das dann wahrscheinlich schon wieder veraltet ist ;)) - noch mal den Tarif bei 1&1 wechseln mit möglicherweise 2 weiteren Jahren Vertragsbindung, riecht nach mehr Ärger als es die Sache Wert ist. Ist ja nicht so, daß es 1&1 nicht mit einer Flut an Werbung per E-Mail versuchen würde, seit wir uns als Interessenten am Ausbau gemeldet haben... :rolleyes:

    Sorry für die späte Rückmeldung. Hatte einen vorübergehenden Festplattenausfall. SSD wurde nicht erkannt und da sie seit einem mißglückten Versuch vor einigen Jahren, eine Notebookplatte per Adapter an dem Rechner zu betreiben, im Hauptmenü des BIOS nicht mehr namentlich erkannt und nur unter den BOOT-Geräten auftaucht, dachte ich, sie hätte jetzt endgültig die Grätsche gemacht. Mehrmaliges entfernen und wieder anstecken half nicht weiter.

    Also eine MX500 bestellt, angeschlossen... wird ebenfalls nicht erkannt. :huh: Dann alle Kabel abgezogen, neu eingesteckt unter Zuhilfenahme einer Taschenlampe. Alte SSD wieder angesteckt. Läuft wieder. Jetzt hab ich eine 1 TB MX500 umsonst gekauft. :rolleyes: Scheiß Asus-Board. :cursing:

    Chromium

    Ihhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh

    Chrome

    Ihhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh

    Wenn das kein WLAN ist, dann wird's spannend.

    Na ja,

    das ist ein LAN an einem WLAN-Repeater. 8o Konkret: Der Nvidia MCP55 an einem AVM Fritz! WLAN-Repeater 300E.


    Ich werd mir Eure Vorschläge vor dem nächsten großen Download mal anschauen.

    Ich hab hier ein ganz seltsames Problem:

    Wenn ich einen größeren Download mache, steh ich gerne mal vom PC auf, um was anderes zu machen (Essen, Trinken, Furzen...). Dann bricht mir aber die Downloadrate von ~760 kB/s auf etwa 80 kB/s ein - ja, das ist noch eine 6000er Kupferleitung, Glasfaser ist beantragt und soll in den nächsten Monaten verlegt werden. :rolleyes: Das kann ich auch beobachten, wenn ich einfach vor dem PC sitzen bleibe und nichts mache. Sobald ich die Maus wieder bewege oder was schreibe, steigt die Rate wieder an. Ich muß also stets am PC sitzen bleiben, damit das Zeug in einem vertretbaren Zeitrahmen auf der Platte landet. :cursing:


    System: OpenSUSE 15.3 (Update auf 15.4 folgt demnächst)

    Browser: Firefox 91.12.0esr


    Weiß jemand Rat, wo man dieses nervige Verhalten abstellen kann?

    Es geht darum, dass die Gesamtmenge CO2, die sich im Umlauf befindet, beim Verbrennen von fossilen vergrößert. Das CO2, was in Kohle und Öl steckt, ist ohne unser Eingreifen aus dem Kreislauf raus. Das wird nie wieder in die Atmosphäre gelangen, wenn wir es nicht verbrennen.

    Dummerweise ist für die Erderwärmung nicht die "im Umlauf befindliche CO2-Gesamtmenge" entscheidend - sofern eine solche Unterscheidung überhaupt Sinn macht - sondern nur der Anteil, der sich in der Atmosphäre befindet. Man könnte ruhig alles an Kohle/Erdöl/Erdgas verbrennen, sofern man genügend autotrophe Lebewesen hätte, die das CO2 wieder aufnehmen und in Biomasse umwandeln. Haben wir aber nicht mehr! Eine solche Betrachtung, wie Du sie beschreibst, als Grundlage für das Handeln heranzuziehen, macht also nur Sinn, wenn

    1. die Konzentration in der Atmosphäre ein Maß erreicht hat, daß sich die Jahresdurchschnittstemperatur über einen eher kürzeren statt längeren Zeitraum betrachtet wieder auf ein vernünftiges Maß einpendelt, wo auch immer man das sehen mag, und

    2. sich Zufuhr und Entzug von CO2 im Gleichgewicht befinden würden.

    Beides ist aber nicht der Fall, wie die seit Jahren steigende Konzentration in der Luft zeigt! Das, was im Holz steckt, ist ebenfalls ohne unser Zutun aus dem Kreislauf raus. Einfach irgendwo luftdicht wegkippen und in ein paar Millionen Jahre haben wir wieder Kohle/Öl/Gas je nach herrschenden Zersetzungsbedingungen. Zu denken, das könne man wieder in die Luft blasen, weil es ja erst vor 100 Jahren entzogen wurde, funktioniert im jetzigen Zustand des Ökosystems und des Klimas einfach nicht.

    Braunkohle liegt stellenweise sehr dicht unter der Oberfläche. Ob die wirklich dauerhaft dem natürlichen Kreislaufen entzogen ist und nicht wieder als CO2 in die Atmosphäre gelangt, ist eine gewagte Hypothese. Auch Erdöl und Erdgas treten an einigen Stellen aus der Erdkruste aus und gelangen somit wieder in den Kreislauf. Fakt ist, geologische Prozesse lassen sich nicht vorhersagen. Von daher erscheint mir Deine Betrachtungsweise reichlich künstlich konstruiert oder anders gesagt an den Haaren herbeigezogen zu sein. Das ist alles ein einziger Kreislauf!


    Schon allein der ganze Atommüll ist ein großes, unlösbares Problem für Millionen Jahre. Da sich die Erde ständig verändert, gibt es wohl kaum einen "Sammelplatz" für das ganze Zeug.

    Da bin ich ganz bei Dir. Alles an einem Ort zu lagern und dann möglichst auch noch unterirdisch, ist, gelinde gesagt, purer Wahnsinn. Die Mengen, die es im Katastrophenfall zu bergen gilt, sind viel zu groß und die technischen Schwierigkeiten möglicherweise unbeherrschbar. Sinnvoller wären mehrere kleinere, oberirdische Lagerstätten an unterschiedlichen Orten. Die hätten dann jeweils weniger radioaktives Material, ließen sich besser überwachen und würden das Risiko auf eine viel größere Fläche verteilen. Wenn bei einer etwas schiefgeht, kann man bei den anderen nachbessern. Außerdem käme man zu Forschungszwecken besser ran, sollte man doch mal einen Weg finden, das Zeug noch sinnvoll zu verwenden. Natürlich würde das die Kosten für Bau, Unterhalt und Bewachung erhöhen, aber es wäre meiner Meinung nach sicherer.

    Fossile Energieträger halten CO2 von vor Millionen von Jahren gespeichert. Holz das von den letzten x Jahrzehnten. Bei der Verbrennung von Holz geht daher kein "neues" CO2 in die Atmosphäre, Holz/Kohle etc. schon.

    Welchen Unterschied macht es, ob der Kohlenstoff, der jetzt durch Verbrennung als CO2 wieder in die Atmosphäre gelangt, vor Millionen Jahren aus dieser entfernt wurde oder erst vor Jahrzehnten/Jahrhunderten? Die Wirkung ist genau dieselbe. Die Unterscheidung zwischen "altem" und "neuem" CO2 ist reine Augenwischerei.


    Wenn ich keine Kohle/Öl/Gas verbrenne, brauche ich mehr Holz - jedenfalls solange ich bei Verbrennung zur Wärme-/Energieerzeugung bleibe - ergo weniger Wald und Pflanzen, die das CO2 wieder binden können. Wenn ich kein Holz verbrenne, brauche ich mehr Kohle/Öl/Gas, habe aber noch den Wald als CO2-Senke/-Verbraucher. Die Entwaldung der Erde ist mit ein Hauptfaktor für die Erwärmung, da dadurch jedes Jahr weniger CO2 der Atmosphäre entzogen wird und die Bodenqualität sich verschlechter. Das Minusgeschäft wird also von Jahr zu Jahr größer. Insgesamt gingen weltweit betrachtet seit 1990 mehr als 1,2 Mio km² Wald verloren ( https://data.worldbank.org/ind…ST.K2?year_high_desc=true ), was zeigt, daß eine nachhaltige Bewirtschaftung zur Zeit schlicht nicht möglich ist.


    "erneuerbaren Energien" (diese Bezeichnung widerspricht dem Energieerhaltungssatz)

    Die Sonne ist der Verlierer dabei ~4,3 Mio Tonnen/sec. Aber dagegen kann man nun wirklich nichts machen. ;)

    Zum einen hat Holz nur wenige Jahrzehnte gebraucht um das CO2 zu binden, im Gegensatz zu Jahrzehnten bei fossilen.

    Diese Aussage müßtest Du mir noch mal genauer erklären. Ich halte sie für falsch. Fossile Quellen stammen aus abgestorbenen organischen Material. Das CO2 zu binden, hat demnach genauso lange gebraucht wie es bei Holz dauert, da letztlich das meiste organische Material seinen Ursprung in der Photosynthese hat, wenn man mal ein paar chemoautotrophe Organismen in der Tiefsee außen vor läßt.


    Zum anderen hat Holz die Eigenschaft, über natürliche Verrottung sein CO2 ohnehin wieder abzugeben.

    Solange man also kein extra zur Verfeuerung hergestelltes Holz nutzt, sondern z.B. Restholz aus dem Obstbau, ist die Holzeheizung CO2-neutral.

    Auch diese Aussage halte ich für falsch und irreführend:

    Zum einen gibt es nicht genügend "Restholz" z. B. aus dem Obstanbau, um damit eine komplette Heizperiode zu überbrücken, zum anderen geht die Verrottung über Jahre und viele Stufen (Pilze, Insekten, Bakterien) und nicht über wenige Wochen wie bei der Verbrennung. Das heißt, der CO2-Überschuß in der Atmosphäre, also die Differenz zwischen dem freigesetztem CO2 und dem durch Nachwachsen wieder gebundenem CO2, ist wesentlich geringer, wenn man das Holz einfach nur liegen läßt.

    Studien zeigen ganz klar, daß auch totes Holz durch seine Beschattung immer noch einen kühlenden Effekt auf den Boden ausübt. Dort, wo man - sei es nun durch Unwetter oder Krankheiten - geschädigte Bäume nicht entfernt, regeneriert sich die Vegetation wesentlich besser als auf kahlgeschlagenen und geräumten Flächen. Grund ist hauptsächlich, daß der Boden weniger stark durch Sonne und Wind austrocknet und erodiert. Zudem erzeugt natürliche Verrottung wertvollen Humus = fein zersetztes organisches Material, der für nachwachsende Pflanzen ein entscheidend besseres Substrat ist als nackter Boden, der in der Landwirtschaft dann noch mit aufwendig produziertem Kunstdünger behandelt werden muß. Pilze und Bakterien im Humus gehen mit höheren Pflanzen eine Symbiose ein. Die Mikroorganismen helfen bei der Suche nach Wasser und Mineralien und regen durch die Produktion von hormonähnlich wirkenden Substanzen das Wurzelwachstum an, die Pflanze versorgt mit ihren Zuckern aus der Photosynthese und abgestoßenem Material die Mikroorganismen. Holz zu entfernen laugt den Boden, auf dem der Baum wächst/gewachsen ist, letztlich genauso aus wie es die konventionelle Landwirtschaft seit Jahrzehnten mit den Ackerböden macht.

    Ich will jetzt hier niemanden das Heizen mit Holz(-pellets) madig machen, aber das ist genauso klimaschädlich wie Gas, Öl oder Kohle. Der Marketingspruch "Setzt nur so viel CO2 frei, wie der Baum vorher gebunden hat" ist reines Greenwashing oder zu Deutsch Schönfärberei! Das trifft nämlich auch auf Gas, Öl und Kohle zu, die allesamt aus abgestorbenen Pflanzen entstanden sind, nur eben ein paar Millionen Jahre früher.


    Die Photosynthese von Pflanzen, Algen und ein paar Bakterienarten ist im Moment der einzige Prozeß, das CO2 wieder aus der Atmosphäre zu holen, ohne dabei noch größeren Schaden anzurichten. Jeder gefällte Baum scheidet dabei als CO2-Senke aus. Schlimmer noch, das CO2, das in seinem Holz gebunden ist, wird beim Verbrennen innerhalb weniger Stunden/Tage/Wochen wieder freigesetzt. Um es zu binden, hat es in der Regel 80 und mehr Jahre gebraucht. Allein schon aus diesem Verhältnis sollte es einleuchten, daß nachhaltiges Heizen mit Holz nicht möglich ist. So viele Bäume kann man gar nicht nachpflanzen, um die Filterleistung eines großen Baumes zu ersetzen.


    Weiterhin ist durch das fehlende Kronendach der darunterliegende Boden schutzlos der Sonne ausgesetzt und trocknet sehr viel stärker aus, als wenn da noch ein Baum stehen würde. Das kann ich zur Zeit sehr schön bei uns im Garten beobachten. Dort, wo Kirschbaum und Hecke mittags ihre Schatten werfen, ist das Gras noch ein kleines bißchen grüner als außerhalb des beschatteten Bereichs. Nicht viel, aber sichtbar. Auf der verbrannten Fläche findet dann abgesehen von ein paar sehr resistenten Unkräutern natürlich auch keine Photosynthese und damit Biomasseproduktion mehr statt.


    https://www.daserste.de/inform…eos/heiz-pellets-100.html