Posts by Chosen_One

    Fujitsu D3313-S6: Der GX-424CC darf endlich zeigen, was er kann

    Auf den S6-Mainboards hat der GX-424CC keine TDP-Limitierung auf 15 W und kann ich 10 W mehr genehmigen und zeigen, was in der APU steckt.

    Leider gibt es das Mainboard in keinem Thin Client, zumindest keinem aus der Fujitsu Futro Serie. Ich habe das Mainboard nur in Thin Clients aus dem Industriebereich gefunden. Dafür ist es aber recht preiswert, wenn man Glück hat und eines findet.
    Hier stellt sich nur die schnell die Kühlerfrage. Wer einen defekten S720, S920 oder S930 mit dem schwarzen Passivkühler hat, hier kann das Mainboard als Ersatzteilespender dienen.


    Hardware Details

    • CPU: AMD Fusion GX-424CC (4x 2.40 GHz, TDP 25 W)
    • iGPU: AMD Radeon R5E (512 MB zugeteilt, 800 MHz (iGPU), 128/8/4/2 (Shader/TMU/ROP/CU)
    • RAM: DDR3-1600/1866 (2x SO-DIMM)
    • Schnittstellen:
      • Intern: 1x PCIe x4, 1x Mini-PCIe x1, 2x SATA, 1x mSATA, 1x USB 3.0-Header, 1x USB 2.0, 2x 4-Pin (Lüfter), 1x SATA-PWR, TPM-Header, Audio-Header, 1x RS-232, 1x LPT, PoE/LAN-Header (prorietär)
      • Extern: 1x DVI, 1x DisplayPort, 2x RJ45, 4x USB 2.0, 2x RS232, 2x PS/2 (Maus/Tastatur)
    • Stromverbrauch: 15 / 22 / 25 W (Idle/Gaming/Max. Load*)

    * Prime95 & FurMark


    Bilder

    folgen...


    Benchmarks

    Nachdem gestern Abend klar war, dass der GX-424CC mit 25 W gut umgehen kann, gilt es nun herauszufinden, ob dieser mit DDR3-1866 besser skaliert als mit 15 W.
    Die Unterschiede zwischen DDR3-1600 und DDR3-1866 waren nicht so deutlich, hier ist nun aber anders.

    Benchmark

    D3313-E1 (GX-424CC)
    CPU: 4x 2.4 GHz - iGPU: 800 MHz - 15 W TDP

    D3313-S3 (GX-420CC)
    CPU: 4x 2.0 GHz - iGPU: 600 MHz - 25 W TDP

    D3313-S6 (GX-424CC)
    CPU: 4x 2.4 GHz - iGPU: 800 MHz - 15 W TDP

    DDR3-1600 CL11

    DDR3-1866 CL11

    DDR3-2133 CL13 @

    DDR3-1866 CL10

    DDR3-1600 CL11

    DDR3-1600 CL11

    DDR3-1600 CL9

    DDR3-2133 CL13 @

    DDR3-1600 CL9

    DDR3-1866 CL11

    DDR3-2133 CL13 @

    DDR3-1866 CL10

    x264Benchmark

    5h 33m 42.687s

    -

    -

    5h 35m 45.406s

    -

    -

    -

    -

    4h 53m 21.312s

    3DMark2001 SE

    15.381 pts.

    14.972 pts.

    14.964 pts.

    17.165 pts.

    18.717 pts.

    18.029 pts.

    17.994 pts.

    18.581 pts.

    18.732 pts.

    3DMark03

    12.299 pts.

    12.695 pts.

    12.816 pts.

    11.488 pts.

    12.587 pts.

    12.134 pts.

    12.340 pts.

    13.039 pts.

    13.141 pts.

    3DMark05

    6.990 pts.

    7.081 pts.

    7.130 pts.

    7.022 pts.

    7.314 pts.

    7.080 pts.

    7.174 pts.

    7.551 pts.

    7.620 pts.

    Quake III v1.32 Demo Four

    212 fps

    215 fps

    213 fps

    261 fps

    254 fps

    245 fps

    247 fps

    256 fps

    257 fps

    UT99 UTBench.dem (Min.)

    39 fps

    38 fps

    38 fps

    39 fps

    42 fps

    42 fps

    42 fps

    42 fps

    42 fps

    UT99 UTBench.dem (Max.)

    94 fps

    88 fps

    89 fps

    101 fps

    118 fps

    133 fps

    113 fps

    118 fps

    114 fps

    UT99 UTBench.dem (Avg.)

    64 fps

    64 fps

    64 fps

    69 fps

    73 fps

    73 fps

    72 fps

    73 fps

    73 fps

    UT99 Benchmark.dem (Min.)

    50 fps

    52 fps

    56 fps

    69 fps

    67 fps

    66 fps

    68 fps

    71 fps

    69 fps

    UT99 Benchmark.dem (Max.)

    187 fps

    183 fps

    183 fps

    164 fps

    183 fps

    171 fps

    190 fps

    173 fps

    175 fps

    UT99 Benchmark.dem (Avg.)

    101 fps

    101 fps

    101 fps

    99 fps

    106 fps

    105 fps

    105 fps

    109 fps

    109 fps

    • Die Ergebnisse hier unterscheiden sich etwas von den Ergebnissen in meinen anderen Posts. Das Windows XP wurde neu afgesetzt.
    • Es wurde beim Vergleich die identische SSD mit dem selben Windows XP benutzt. Die Tests mit DDR3-1866 wurden mit dem 1.14er BIOS gemacht, da ab Version 1.16 der RAM auf 1600 MHz limitiert ist.
    • Quake 3 und UT99 liefen beide mit 1280x1024 und max. Details.
    • Die Ergebnisse der Benchmarks sind ein ein Mittel aus drei Durchgängen. Ausnahme ist der x264Benchmark.


    Bewertung

    Die synthetischen Benchmarks sind 6 bis 20 % schneller im Vergleich zur TDP-limitierten Variante.
    Auch beiden Spieletests ist ein Unterschied erkennbar, der keine Messtoleranz ist. 7 bis 18 % liegt hier die 25 W-Variante vorn.

    Schaut man jetzt, ob schnellerer RAM auch bessere Ergbnisse liefert, sieht man, dass auch hier die 1866 MHz etwas bringen.
    Die niedrigeren Latenzen bringen etwas, wenn auch nicht viel.

    Nur einer meiner DDR3-1600 CL11 Riegel ist hier eine Ausnahme, der signifikant und reproduzierbar recht nah an die DDR3-1866 herankam.
    Meine anderen beiden Versuche mit DDR3-1600 CL9, sind nahezu gleich auf, was auch erwartbar ist.
    Mit dem Riegel werde ich mich noch ein wenig beschäftigen müssen.

    Auch wenn die DDR3-1866 bei mir der schnellste RAM ist, wirtschaftlich ist das nicht. Der Aufpreis, den man für DDR3-1866 oder sogar DDR3-2133 SO-DIMMs bezahlt, wenn man welchen findet, ist es nicht wert.

    Der GX-420CA, der auch 25 W TDP hat, dessen Taktraten aber unter denen vom GX-424CC liegen (CPU: 2,0 statt 2,4 GHz, iGPU 600 statt 800 MHz), schlägt sich sehr gut.
    Warum er teilweise (s. Quake 3) sogar schneller ist, erschließt sich mir nur nicht. Vielleicht hat da jemand eine Theorie zu.


    Ausblick

    Was die APU bzw. die Reihe der APUs angeht, endet die Reise mit dem D3313-S6. Mehr ist da da nicht drin.
    Das hier dürfte die schnellste Kombo sein, aber nicht vom Preis-/Leistungsgedanken her.

    Den RAM werde ich mir noch etwas näher anschauen und ich möchte das Mainboard noch in das S720 Gehäuse einbauen.
    Da sich das Layout ein wenig unterscheidet, werde ich wohl noch ein wenig löten müssen.

    Bilder kommen auch noch...

    Das soll in das Gehäuse vom S720, ja.

    Beim x264benchmark ist der GX-424CC 25 W vs. 15 W schon einmal ca. 12 % schneller.
    Beim 3DMark2001SE war der GX-420CA schneller (17.342 Punkte) als der GX-424CC 15 W (15.182 Punkte). Mein GX-424CC hat den gleichen 1600er CL11 RAM wie der 420CA und macht 17.495 Punkte. Hat also Potential.

    Ich werde über das Wochenende mal etwas mehr und strukturierter testen. Für heute reicht es.

    Ich wollte auch mit PETG-ESD herumexperimentieren, aber Lieferbarkeit/Preis ist da gerade etwas mau.

    Bei meiner GoTo-Marke eSUN gibt es das PETG-ESD gerade für 26€/500g bei Amazon. Bei 3DJake ab Juni (!) für 28€/1000g.
    50€ das Kilo sind mir dann doch etwas zu happig.

    In DE haben die Energienetzbetreiber die Möglichkeit Verbraucher oder Erzeuger "zu steuern". Das dient dazu das Stromnetz stabil zu halten.

    Größere Verbraucher (Wallbox, Wärmepumpe) und Erzeuger (PV-Anlage) müssen nun angemeldet werden.
    Alle steuerbaren (!) Verbraucher mit einer Anschlussleistung > 4,2 kW fallen darunter. Bei der PV-Anlage sind es > 7 kWp.
    Stichwort ist "steuerbar".

    Signalisiert der Netzbetreiber nun einen Notfall, dürfen die Verbraucher nur noch 4,2 kW aus dem Netz beziehen.

    Voraussetzung dafür ist, dass man einen Smartmeter mit Gateway hat, welcher das Signal vom Netzbetreiber verarbeitet.
    Der Smartmeter redet dann im Idealfall mit dem Energiemanagementsystem, was mit den Verbrauchern redet.

    Die 4,2 kW sind pro Gerät gerechnet, können daher addiert werden.
    D.h. im EnMS kann man die z.B. 3x 4,2 kW auch so steuern, dass die Wallbox trotzdem mit 11 kW aus dem Netz ziehen darf.
    Oder die Wärmepumpe darf trotzdem mit Volllast laufen, wenn die Wallbox deaktiviert wird.

    Das ist alles kein Normalzustand, das passiert, wenn der Netzbetreiber das Netz stabilisieren will.
    Hier ist zu wenig Strom im Netz.


    Für neue PV-Anlagen (ab 2025) gilt bereits, dass der Netzbetreiber bei negativen Strompreisen die PV-Anlage abschalten darf.
    Bei negativen Strompreisen hat man zu viel Strom im Netz, welcher nicht abgenommen wird.

    Auch das ist kein Normalzustand, passiert aber wahrscheinlich öfter als der obrige Fall.
    Dient aber auch der Netzstabilität.


    Mit einer eigenen PV-Anlage und Akkuspeicher kann man in den Inselbetrieb gehen.
    Im Normalfall braucht der Wechselrichter netzseitige 50 Hz. Fehlen diese, schaltet er sich ab.
    Über eine Trenneinrichtung kann man sich aber aktiv und physisch vom Stromnetz trennen. Der Wechselrichter sollte Inselbetrieb natürlich unterstützen.
    Dann erzeugt er seine 50 Hz selbst. Bei einem Stromausfall ein Backup.

    Trennt man sich nicht (!) vom Netz und überredet seinen PV-Wechselrichter doch einfach weiter zu produzieren und den Überschuss in den Ortsnetz einzuspeisen, hier ein kleines Rätsel:
    Was passiert, wenn der Straßenzug vom Stromnetz genommen werden muss, damit eine Störung am Kabel behoben werden kann und ein Haus meint weiter einspeisen zu müssen?
    Genau. Wäre blöd für die Leute, die am Kabel arbeiten.


    Ich arbeite für ein größeres deutsches EVU und ich finde es spannend zu lesen, dass wir bald, also sehr wahrscheinlich, eure Häuser so steuern werden, dass eure PV-Anlagen nicht mehr produzieren und ihr NUR unseren teuren Strom beziehen müsst.

    Also technisch sollte das funktionieren:
    Dafür signalisieren wir, dass wir zu viel Strom im Netz haben. Haben wir aber nicht.
    Dann schalten eure PV-Anlagen ab und ihr müsst nun den teuren Netzstrom beziehen. Profite!
    Nun haben wir auf einmal zu wenig Strom im Netz. Wie kommt das nur?

    Nicht nur, dass wir eben versucht haben einen Blackout zu forcieren, der Netzbetreiber würde das schlicht und einfach nicht tun, weil er euch gar keinen Strom verkauft. Er hat dadurch nur Nachteile.
    Durch das Unbundling Mitte der 2000er Jahre sind Netzbetrieb und Stromvertrieb getrennt. Ja, ein EVU kann beides haben, es sind aber regulatorisch getrennte Unternehmen und ich kann dir sagen: Das wird gelebt, oh boy wird das gelebt.

    Nutze dazu mal die Suche hier im Thread. EInfach nach 750 suchen, da gibt es einige Berichte zu der Karte in den Thin-Clients.

    Das was ich so überflogen habe: Passt, aber wenn der Stromhunger zu hoch wird, kann es Abstürzen kommen. Daher evtl. untertakten, oder die generelle Leistungsaufnahme der Karte drosseln.

    Eine 750 non-Ti wollte ich mir auch irgendwann einmal holen. Was zahlt man aktuell dafür, wenn von einem "schmalen Kurs" geredet wird?